EinsPlus und ZDFKultur werden eingestellt - Rainald Becker wird ARD-Chefredakteur
Jugend-Kanal kommt 2016

Die ARD-Intendanten haben sich auf ein Konzept für einen Online-Jugend-Kanal von ARD und ZDF verständigt. Nun sei noch ein letzter Feinschliff mit dem ZDF nötig, sagte der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor am Mittwoch in Köln. Das "Junge Angebot" soll nach einem Beschluss der Ministerpräsidenten ausschließlich online verbreitet werden. Start ist voraussichtlich Mitte 2016.

"Wir wollen damit auf allen möglichen Plattformen vertreten sein, auf denen sich junge Leute so aufhalten", sagte Marmor. Das Angebot richtet sich an 14- bis 29-Jährige. Finanziert werden soll es durch Umschichtung und Einsparungen: So werden die beiden Digitalkanäle EinsPlus und ZDFKultur eingestellt. Das Konzept muss nun noch die zuständigen Gremien durchlaufen.

System und Chef neu

WDR-Intendant Tom Buhrow kündigte zudem an, dass das bisherige Fernsehübertragungssystem DVB-T bis Mitte 2019 auf DVB-T2 umgestellt werde. Das habe für den Zuschauer enorme Vorteile: Es ermögliche die Übertragung von mehr Programmen in besserer Qualität. 2016 wird Rainald Becker neuer Chefredakteur der ARD. Er folgt auf Thomas Baumann, der die Position von Becker übernimmt und ins ARD-Hauptstadtstudio wechselt, teilte der Senderverbund mit. In Berlin wird Baumann stellvertretender Chefredakteur Fernsehen und stellvertretender Studioleiter. Der Wechsel muss noch genehmigt werden.

Becker (55) ist als Moderator des "Berichts aus Berlin" und als Kommentator in den "Tagesthemen" bekannt. Neben der ARD-Chefredaktion übernimmt er von Baumann auch die Koordination Politik, Gesellschaft und Kultur. Baumann (54) ist Moderator von Wahlsendungen und "Brennpunkt"-Ausgaben.
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