Eisbären-Mama Vera zieht Zwillinge Aleut und Gregor selbst auf - Nashörner bevölkern jetzt ...
Flockes Brüder sind die neuen Stars im Zoo

Im Dezember werden die Eisbären-Zwillinge Aleut und Gregor ein Jahr alt. Dem knuffigen Knut- und Flocke-Alter sind die beiden längst entwachsen, Kindsköpfe sind sie aber immer noch, wie sie beim Spielen im Wasser mit Mutter Vera (rechts) beweisen. Bild: Wolfgang Steinbacher
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Deutschland und die Welt
31.08.2011
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Knut war ein Star. Der Berliner Eisbär sorgte bis zu seinem Tod im März dieses Jahres regelmäßig für Schlagzeilen. Ein nicht minder riesiges Medienecho erfuhr auch Flocke. Um die gebürtige Nürnbergerin ist es aber seit ihrem Umzug nach Antibes in Frankreich sehr ruhig geworden. Von relativ wenigen Journalisten beobachtet tauchten dagegen Flockes Brüder, die Zwillinge Aleut und Gregor, auf der Bildfläche des Zoos auf.

Dass den ersten Auftritt der beiden Baby-Eisbären anders als bei Flocke nur wenige Fotografen begleiteten, lag in der Natur der Sache: Mama Vera selbst entschied, wann sie ihre Wurfhöhle verlassen würde. Die Verantwortlichen konnten und wollten da wenig organisieren. "Sie hat in den letzten Tagen immer stärker am Riegel gekratzt und laut gerufen und damit signalisiert, dass sie raus will", schilderte der stellvertretende Zoo-Direktor Helmut Mägdefrau im März, als Aleut und Gregor ihren ersten Freiluft-Aufenthalt genossen. Nach wenigen Minuten waren sie im Becken und zeigten, dass Eisbären von Haus aus sehr gute Schwimmer sind.

Geboren wurden die Zwillinge am 2. Dezember 2010. Lange Wochen ließen die Pfleger Mama Vera mit ihrem Nachwuchs in Ruhe. Erst ab Anfang Februar gingen sie in den Stall, um die Eisbärenmutter erstmals wieder zu füttern. Vater ist wie bei Flocke der am 24. November 2001 in Wien geborene Eisbär Felix.

Mutter Vera hatte sich nach vier Wochen nicht mehr um Flocke gekümmert, so dass der Nachwuchs als Handaufzucht von vier Pflegern aufgepäppelt wurde. Bei Aleut und Gregor ist das anders. Sie toben im Freigehege und stürzten sich in den vergangenen Tagen angesichts der Hitze liebend gerne ins kühle Nass.

Bilder von Wolfgang Steinbacher



Zoo-Besucher gibt es eine gute Nachricht: Gregor und Aleut sollen mindestens noch die nächsten beiden Jahre in Nürnberg bleiben. Nachwuchs bei den Eisbären und eine 24 Millionen Euro teure Lagune für die Delfine (wir berichteten) - im Nürnberger Tiergarten hat sich auch sonst viel getan. So ließ die Stadt in diesem Jahr zudem die ehemalige Elefanten-Freianlage für die Panzernashörner umbauen.

Zusätzlich zu ihrer bisherigen Fläche im Dickhäuterhaus und den beiden dort angrenzenden Gehegen erhielten Purana, Ropen und ihre Tochter Seto Paitala durch den Umbau eine zusätzliche Fläche von 3500 Quadratmetern. Durch dieses dritte absperrbare Gehege kann Nürnbergs jüngstes Panzernashorn, die vor zwei Jahren im Tiergarten geborene Seto Paitala, auch dann im Tiergarten gehalten werden, wenn Purana wieder Nachwuchs bekommt, was die Verantwortlichen sehr hoffen.
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