Ende eines langen Leidenswegs: Angela Grötsch im Alter von 59 Jahren verstorben
Vom Schicksal schwer geprüft

Am zweiten Weihnachtsfeiertag schloss nach einem langen Leidensweg Angela Grötsch, Miesbrunn 46, im Alter von 59 Jahren für immer die Augen. Eine große Trauergemeinde gab ihr am Dienstag die letzte Ehre. Im Requiem in der Wenzeslauskirche erinnerte Stadtpfarrer Pater Hans Ring an die Lebensstationen der verschiedenen Gemeindeangehörigen.

Sie wurde am 28. Februar 1955 als viertes von fünf Kindern der Eheleute Franziska und Adolf Schwarz in Heumaden geboren. Nach der Schulzeit in Eslarn, dem neuen Wohnort ihrer Familie, erlernte sie den Beruf der Damenschneiderin. Die Ausübung dieses Handwerks bereitete ihr als Arbeitnehmerin und auch privat viel Freude. Außerdem war sie eine begeisterte Sportlerin, die besonders dem Skifahren als Hobby frönte. 1973 heiratete sie Hermann Grötsch aus Reichenau. Das Ehepaar übersiedelte nach Miesbrunn. Dort komplettierten Sohn Martin sowie die Töchter Gabi und Silvia das junge Glück. Bereits 1978 erhielt Angela Grötsch die Diagnose "Multiple Sklerose", eine heimtückische Krankheit, die ihr weiteres Leben bestimmte.

1986 starb ganz plötzlich und unerwartet ihr Mann. 1988 lernte die alleinerziehende dreifache Mutter Helmut Zeit aus Miesbrunn näher kennen, und zwei Jahre später zog sie mit ihren Kindern zu ihm. 1992 wurde ihnen die gemeinsame Tochter Manuela geschenkt. Die Krankheit aber ließ sich nicht aufhalten, und einige Jahre später konnte Angela Grötsch nicht mehr laufen und wurde zum Pflegefall. Ihr Lebenspartner Helmut kümmerte sich aufopferungs- und liebevoll um sie und erleichterte ihr so ihr hartes Schicksal. Viel Freude bereiteten ihr die zehn Enkel. Im April 2013 verlor sie auch noch ihren inzwischen ebenfalls schwer erkrankten Gefährten. Von da an ging es gesundheitlich noch mehr bergab. Die letzten eineinhalb Jahre wurde sie von ihrer Tochter Manuela gepflegt.

"So traurig der Abschied für die Familie, die Freunde und Angehörigen ist, so wünschen alle, dass Angela Grötsch ohne Schmerzen im Reich der Liebe Jesu Christi mit denen vereint sein kann, die ihr im irdischen Leben wichtig waren und ihr bereits im Tod vorausgegangen sind", so Pater Ring. Der Seelengottesdienst wurde von Sängerin Heidi Maurer und Organist Ludwig Putzer umrahmt.
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