Endlose Debatte über Straßenbau

In Sachen Straßenbau gingen in der Marktratssitzung die Meinungen von Bürgermeister Hermann Ach und CSU-Fraktion gegenüber den drei anderen Fraktionen SPD/UWG und FWG weit auseinander. Vor zwei Jahren hatte Josef Zangl die Instandsetzung einer rund 850 Meter langen Strecke von Tröbes nach Ragenwies beantragt. Dies wurde zwar genehmigt, aber die Durchführung musste aus haushaltsrechtlichen Gründen unterbleiben.

Der Staat hat ein Straßenbauprogramm für Kommunen, die sich in der Stabilitätsphase befinden, eröffnet. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister sagte in der Marktratssitzung, dass das bis zu 80 Prozent Förderung für Straßenbauprojekte bedeuten würde. Bei diesen einmaligen Konditionen müssen auch die sich in der Haushaltskonsolidierung befindlichen Kommunen zugreifen.

Die Straßenbauprobleme im Raum Tröbes/Etzgersrieth wurden deshalb vor einiger Zeit mit einer Vertreterin des Bauamts an Ort und Stelle erörtert. Dabei wurde die Straße von Saubersrieth nach Ragenwies (Kostenaufwand rund zwei Millionen Euro) wegen ihres schlimmen Zustands an die erste Dringlichkeit gesetzt. An der zweiten Stelle wurde die Straße von Niederland nach Etzgersrieth eingeordnet.

Für die Strecke von Tröbes nach Ragenwies sah die Vertreterin des Staatlichen Bauamts derzeit keine Fördermöglichkeit. Bürgermeister Hermann Ach schlug vor, die günstige Fördermöglichkeit zu nutzen für die Trasse zwischen Saubersrieth und Niederland bis 1. September den Zuschussantrag zu stellen, damit der Straßenbau noch 2016 über die Bühne gehen könne. Die Straße von Niederland nach Etzgersrieth sollte 2017 angegangen werden. Nach schier endloser Diskussion wurde Achs Vorschlag mit den Stimmen von SPD/UWG/FWU mit 8:6 abgelehnt. Mit 8:6 wurde dagegen beschlossen, dass für die Strecke von Niederland nach Etzgersrieth der Förderantrag 2016 einzureichen ist. Für 2017 soll die Straße von Saubersrieth nach Ragenwies eingereicht werden.

Einstimmig beschloss das Gremium, für die Strecke von Niederland nach Etzgersrieth die Baugrunduntersuchung durchzuführen. Mit 11:3 wurden die Planungsarbeiten an das Ingenieurbüro Zwick in Weiden vergeben. Über das weitere Schicksal der Straße zwischen Tröbes und Ragenwies erfolgte kein Beschluss. (gi)
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