Endlose Suche
Angemerkt

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll ist so alt wie die Kernenergie selbst. Das strahlende Problem wird von Generation auf Generation verschoben. Jetzt ist eine Lösung bis 2050 angepeilt. In 36 Jahren. Der finale Akt dieses Trauerspiels ist nicht wirklich in Sicht. Das Sankt-Florians-Prinzip wird sich zu einem Flächenbrand entwickeln.

Dabei taugt das Thema nicht für ein Pro und Contra. Hier gibt es am Ende nur ein Ja zu einem Endlager. Der Atommüll ist längst produziert. Dass sich die Energieversorgungsunternehmen, die Milliarden mit der Kernkraft verdient haben, um Kosten drücken wollen, macht die Sache besonders perfide.

frank.werner@derneuetag.de

Schacht Konrad

In dem ehemaligen Eisenerzbergwerk Schacht Konrad bei Salzgitter soll ein Endlager für Atommüll entstehen. Geplant ist, in dem Stollen etwa 300 000 Kubikmeter Atommüll von geringer Wärmeentwicklung zu entsorgen. Dieser schwach und mittel radioaktive Abfall, wie er auch in Mitterteich gelagert ist, macht 95 Prozent des gesamten deutschen Atommülls aus. Er fällt in Kraftwerken ebenso an wie in Forschungslabors, Kliniken oder in der Industrie. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte, eine Inbetriebnahme von Schacht Konrad noch vor dem angestrebten Termin 2022 sei möglich. (nt/az)
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