Energiedialog fortgesetzt: Stromtrassengegner bei Aigner
Keine "Basta-Politik"

Zweite Runde des Energiedialogs von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU): Am Montag sind rund 150 Vertreter von Bürgerinitiativen ins Wirtschaftsministerium gekommen, um ihre Bedenken gegen die geplanten neuen Höchstspannungsstromtrassen oder den Ausbau der Windkraft vorzutragen. Aigner berichtete anschließend von einer "sehr konzentrierten, hoch komplexen Diskussion".

Sie wollte sich dabei weiterhin nicht dazu äußern, ob sie persönlich die umstrittenen Trassen für nötig hält. "Wir werden jetzt in diesem Dialogprozess die Notwendigkeit überprüfen", sagte sie lediglich. Man habe deshalb am Montag über keinerlei Trassenverläufe gesprochen. Aigner bekräftigte, bei der Energiewende müsse die Politik die Menschen mitnehmen. Die Zeiten von "Basta-Politik" seien vorbei. Die große Beteiligung am Dialogprozess zeige, "dass die Menschen vor Ort die Energiewende mitgestalten und ihre persönliche Belange einbringen wollen". Der Prozess soll bis Februar dauern, dann will die Staatsregierung ihre weitere Position bei der Energiewende festlegen.

Vertreter der Bürgerinitiativen bekräftigten in der Diskussion am Montag ihren klaren Widerstand gegen neue Stromtrassen. "Wir wollen sie überhaupt nicht, weil wir sie nicht brauchen", sagte Josef Loderer aus dem Kreis Eichstätt. Die Trassengegner argumentieren, dass man bei der Energiewende auf dezentrale Erzeugung setzen müsse.
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