Entfernung schrumpft
Angemerkt

Rund 25 Kilometer liegen zwischen Waidhaus und Tremesné pod Primdou. Vor über einem Vierteljahrhundert war das noch eine gigantische Entfernung. Der Eiserne Vorhang trennte damals Europa in Ost und West. Was nach der Grenzöffnung passierte, ist Geschichte. Kurz zusammengefasst: "Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört."

Dass dieser Ausspruch von Willy Brandt - den der ehemalige Bundeskanzler damals auf Berlin bezog -, auch gelebt wird, beweisen Marie und Michael Balk. Sie tun das, was junge Menschen mitunter tun, die nicht weit voneinander entfernt leben - eben jene circa 25 Kilometer. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen einen Sohn und eine Tochter. Die Nationalität spielt keine Rolle.

Die Mauern und Grenzzäune, die einst aufgebaut wurden, waren politischer Natur. Es waren mutige Politiker und die Bürger, die Europa zusammenwachsen ließen - das ist bekannt und tausendfach erzählt. Die Mauern im Kopf jedoch, die noch bestehen, reißen die Menschen ein, die in der Grenzregion wohnen. Weil sie aufeinander zugehen. So wie Marie und Michael Balk. Sie sorgen dafür, dass die gefühlte Entfernung kontinuierlich schrumpft.

christopher.dotzler@derneuetag.de

Kurz notiert

Neugirg bei Reiber

Neuhaus/München. (ui) "Beim Christbaumbrand das Löschen zu versäumen, erspart, an Ostern den Baum wegzuräumen", meint Norbert Neugirg. Weitere Verse des Kommandanten und seiner Altneihauser Feierwehrkapell'n gibt es an Heiligabend zwischen 15 und 18 Uhr im Bayerischen Fernsehen in der Sendung "Weihnachten mit Carolin Reiber".
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