Erinnerungen wieder lebendig

In Nachfolge ihres verstorbenen Bruders hatte Traudl Gregor (rechts) das Pfraumberger Pfarrsprengeltreffen organisiert. Bild: fjo

Viele ehemalige Pfraumberger zog es am Wochenende wieder einmal für einige Stunden in die alte Heimat. Aus vielen Ecken Bayerns und anderen Orten in Deutschland kamen die Teilnehmer.

Die Waidhauser unterstützten am Sonntag das Heimattreffen der ehemaligen Pfraumberger und des früheren Pfarrsprengels. Trotz bedeckten Himmels gab der Kreßberg während des Festgottesdienstes den Blick frei nach Primda, in die alte Heimat. Erinnerungen und Sehnsüchte erwachten, frohe und bittere Erlebnisse aus Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter wurden lebendig.

Nach zweijähriger Pause sei das Treffen "für die ehemaligen Pfraumberger vor allem ein Anlass zur dankbaren Rückbesinnung auf eine lange freundschaftliche Beziehung zur Patengemeinde", sagte Traudl Gregor, die das Treffen als Nachfolgerin ihres verstorbenen Bruders, Stadtbetreuer Toni Graf, organisiert hatte.

Herzliche Verbindung

Die über so viele Jahre bestehende herzliche und vertrauensvolle Verbindung zwischen den Pfraumbergern und ihrer Gastgemeinde erfuhr 2003 durch die Übernahme der Patenschaft der Gemeinde ihren Höhepunkt. Gregors Dank galt zweitem Bürgermeister Markus Bauriedl und Kreisheimatbetreuer Dr. Wolf-Dieter Hamperl für die Annahme der Einladung: "Auch wenn die Zeit der Erlebnisgeneration der Vertreibung abläuft, hoffen die Ehemaligen, dass deren Nachkommen sich ihrer Wurzeln im böhmisch-bayerischen Grenzland bewusst bleiben." Die Kreßbergkapelle als Symbol der Heimatliebe und der Freundschaft werde als Ort der Erinnerung an die gemeinsame Geschichte sowie als Hort der Besinnung auch für die kommende Generation von Bedeutung sein.

Der Gottesdienst am Sonntagmorgen wurde an der Pfraumbergkapelle gefeiert. Das Gedenken galt besonders den Verstorbenen Stadtbetreuer Graf und Altbürgermeister Karl Bauer "die uns stets mit aller Kraft unterstützt haben". Mit Liedern aus der Schubertmesse begleitete das Waidhauser Vereinsorchester unter Leitung von Hermann Mack die Messe.

Pfarrer war der aus Roßhaupt stammenden Augustinerpater Jordan Fenzl, der die Pfraumbergkapelle einst eingeweiht hatte. Er bat bei der Kollekte um Geldspenden für die Erhaltung des Kirchleins. Um den Altaraufbau und weitere liturgische Gegenstände hatte sich Alfons Frischholz mit seiner Familie gekümmert. Den Auf- und Abbau der Bänke für die Gläubigen übernahmen die Mitarbeiter des Bauhofs.

Drei Zugaben

Nach der beeindruckenden Messe kamen die Musiker um drei Zugaben nicht herum. Begeistert lauschten alle Teilnehmer zunächst dem "Böhmischen Wind". Zum nächsten Lied tanzte ein Paar und als Mack zur Damenwahl bei Nummer drei aufrief, ließ sich Bürgermeister Bauriedl von Heimatbetreuerin Gregor nicht zweimal bitten.
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