Erleichterungen für Häftlinge in Bayern

Häftlinge können unter bestimmten Voraussetzungen in den Genuss von Lockerungen kommen - das soll sie auf ihre Entlassung vorbereiten. Beispiele aus Bayern:

Freigang: Häftlinge dürfen außerhalb des Gefängnisses regelmäßig und ohne Aufsicht einer Beschäftigung nachgehen, wenn zum Beispiel nicht zu befürchten ist, dass sie flüchten oder Straftaten begehen. Ruhezeiten müssen sie im Gefängnis verbringen. Die Häftlinge können ein echtes Arbeitsverhältnis mit einem Arbeitgeber eingehen, etwa, wenn sie nach ihrer Entlassung dort arbeiten sollen. Mehrtägige Abwesenheiten sind für Freigänger nicht vorgesehen.

Urlaub: Gefangenen kann ein laut Gesetz "Urlaub aus der Haft bis zu 21 Kalendertagen im Vollstreckungsjahr gewährt werden" - in der Regel erst dann, wenn sie mindestens sechs Monate Strafvollzug hinter sich haben.

Ausgang: Häftlinge können ohne Aufsicht von Vollzugsbediensteten für eine bestimmte Tageszeit das Gefängnis verlassen. Auch bei dieser Form der Lockerung muss vorher abgewogen werden, ob ein Häftling dafür geeignet ist. Die Alternative zum Ausgang ist die Ausführung, bei der Gefangene unter Aufsicht unterwegs sind.

Ausgang, Urlaub und Freigang werden in der Regel nicht gewährt, wenn Gefangene im geschlossenen Vollzug noch mehr als 18 Monate Haft bis zur voraussichtlichen Entlassung vor sich haben. (dpa)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.