Ermittlungen gegen 63-Jährigen wegen Unterschlagung
Schleierfahnder stellen Mietauto sicher

Symbolbild: dpa
Waidhaus. Die Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Waidhaus haben einen Mietwagen sichergestellt, den ein 63-Jähriger trotz Ende des Mietvertrages weiter benutzte. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass er schon mehrfach wegen ähnlicher Delikte auffällig geworden war.

Das Mietauto mit deutschem Kennzeichen war am 17. September wegen Unterschlagung von der Polizei in Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben worden. Schon wenige Stunden später stellten Beamten in Bayern das Fahrzeug sicher. Am Steuer: Eine 53-jährige Tschechin. Sie war an diesem Abend laut Polizei mit weiteren drei Insassen auf der Autobahn von Tschechien in Richtung Deutschland unterwegs.

Bei der Kontrolle des Mietautos in der Nähe von Leuchtenberg (Landkreis Neustadt/WN) wurde bekannt, dass der 63-jährige deutsche Mitfahrer den Seat im Wert von 17.500 Euro vom 28. August bis 4. September 2015 angemietet hatte und trotz Ablauf weiter benutzte. Das eigene Fahrzeug des Mieters befand sich für längere Zeit in der Werkstatt, heißt es im Polizeibericht.

Der Mann behauptete, er habe sich nach Ablauf des Mietvertrages um eine Verlängerung gekümmert. Die Schleiderfahnder hielten Rücksprache mit dem Vermieter und widerlegten die Behauptung des Mieters. Das Fahrzeug wurde daraufhin sichergestellt, Ermittlungen gegen den 63-Jährigen wegen Unterschlagung aufgenommen.

Die Überprüfung des Mannes ergab, "dass der Installateur bereits mehrfach wegen betrügerischem Erlangen von Kraftfahrzeugen, Unterschlagung und Betrug aufgefallen war", so die Polizei am Dienstag. Nach der Vernehmung übernachteten die vier Autoinsassen in Waidhaus und setzten wiederum mit einem Mietauto die Fahrt in Richtung Nordrhein-Westfalen fort. Am Montag holte der Vermieter sein Auto in Waidhaus ab.
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