Erste Details des Unternehmens Papst-Baum stehen fest
Großer Auftritt am Petersplatz

Zwei Südtiroler stehen den Bürgermeistern von Freudenberg, Hirschau und Schnaittenbach bei der Planung mit Rat und Tat zur Seite. Elisabeth Steinhauser und Claudio Zocchi waren für eine Besprechung nach Hirschau gekommen. Bild: upl
 
Der grüne Punkt markiert den Standort auf dem Petersplatz. Zwischen Obelisk und Brunnen auf der Nordseite wird der Weihnachtsbaum stehen. Bild: fdl
Hirschau. (upl/fdl) Es sind noch ein paar Wochen hin bis zum Heiligen Abend, doch den Bürgermeistern von Freudenberg, Hirschau und Schnaittenbach ist jetzt schon ganz feierlich zumute. Mittlerweile stehen erste Details des Unternehmens Papst-Baum fest.

Da leuchteten die Augen der Beteiligten wie die so manchen Kindes bei der Bescherung: "Der Weihnachtsbaum der heuer aufgestellt wird, wird der schönste, den der Petersplatz jemals gesehen hat", sagte Claudio Zocchi bei einer Organisationsbesprechung im Hirschauer Sportpark. Der Südtiroler war mit seiner Frau extra aus Brixen angereist, um mit den Verantwortlichen der drei Nachbarkommunen das Prozedere der Baumspende abzusprechen.

"Wir wollen nicht nur einen Stück Holz nach Rom liefern und dann sagen: Bitteschön, das war's", erklärte der Hirschauer Rathauschef Hermann Falk. "Es war uns von Anfang an ein großes Anliegen, die Baum-Spende mit einem wohltätigen Projekt zu verbinden." Ein solches ist nun gefunden. Claudio Zocchi hegt gute Kontakte zum Vatikan und organisiert die Benefizaktion im Hintergrund. Eine, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat und eine, die dazu führt, dass der Christbaum vor dem Petersdom heuer völlig anders aussehen wird, als in den vergangenen Jahren.

Vornehme Zurückhaltung

Mit den Details halten sich Zocchi und die Bürgermeister vornehm zurück. Es sei mit dem Vatikan abgesprochen, im Vorfeld nicht zu viel zu verraten. Erst bei der feierlichen Illumination der 32 Meter langen Fichte aus der Oberpfalz soll das Projekt der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Immerhin gibt es jetzt das genaue Datum für den Festakt, zu dem rund 300 Bürger aus den drei Kommunen anreisen. Am Freitag, 18. Dezember, um 17 Uhr wird Papst Franziskus von seinem Arbeitszimmer im Apostolischen Palast aus die Lichterkette einschalten. "Das geschieht wahrscheinlich per I-Pad", weiß Zocchi. "Zumindest hat es Benedikt XVI. immer so gemacht."

Sobald die Lichter brennen, fangen unten auf dem Petersplatz Musiker aus der Region zu spielen an. Sie laden mit Blasmusik zu einem Oberpfälzer Weihnachtsmarkt ein, der Passanten und Ehrengäste aus dem Vatikan auf die Herkunft des Baumes aufmerksam machen soll. "Normalerweise mischen sich zu diesem Anlass immer hochrangige Kirchenvertreter unter das Volk", berichtet der Südtiroler. Auch der Landkreis bietet eine Reihe von Honoratioren auf - unter anderem wird Landrat Richard Reisinger vor Ort sein, genauso sowie die Landtagsabgeordneten Harald Schwartz und Reinhold Strobl. Mit dabei ist außerdem Diözesanbischof Rudolf Voderholzer und als Vertreterin der Staatsregierung Justizministerin Beate Merk. Bei dem Weihnachtsmarkt wird es Speisen und Getränke aus dem Landkreis geben und auch Bastelware. Beiträge dazu sind immer noch willkommen. Wer Interesse hat, kann sich in den Rathäusern der beteiligten Gemeinden melden. "Wichtig ist, dass die Waren kostenlos an die Besucher abgegeben werden", erklärte Zocchi. Der Vatikan lege großen Wert auf ein nicht-kommerzielles Begleitprogramm.

Millionen schauen zu

Die Reisegruppe aus Freudenberg, Hirschau und Schnaittenbach zählt rund 300 Teilnehmer. "Das Interesse war enorm", sagte der Freudenberger Rathauschef Alwin Märkl. Die Rom-Pilger reisen bereits am Mittwoch, 16. Dezember, verteilt auf sieben in München startende Flugzeuge an. Die Rückkehr ist für Samstag, 19. Dezember, vorgesehen. Seinen großen Auftritt hat der Weihnachtsbaum dann am Ersten Weihnachtsfeiertag (25. Dezember), wenn zur Mittagszeit Millionen Fernsehzuschauer in aller Welt verfolgen, wie Franziskus den apostolischen Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) spendet. Zocchi ist überzeugt davon, dass die Gestaltung des Weihnachtsbaumes bei den Fernsehkommentatoren heuer ein Extra-Thema sein wird.
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