Erste Maßnahmen im Garten

Die Damen des Elternbeirats hatten im November einen Antrag auf Verbesserung/Renovierung des Kindergarten-Altbaus eingereicht. Bei einem Ortstermin wurden jetzt alle genannten Dinge vom Marktrat in Augenschein genommen. Bild: wg

Im Kindergarten gibt es einiges zu tun. Für die große Lösung der Generalsanierung kann der Gemeinde so schnell keine Mittel aufbringen.

Viel Zeit nahmen sich die Markträte vergangene Woche beim Ortstermin im Kindergarten, ließen sich vom Personal und den Vertreterinnen des Elternbeirats durch das ganze Haus führen. Nach eineinhalb Stunden ging es im Sitzungssaal noch einmal um die Auswertung des Ortstermins. Entscheidungen wurden erst später im nichtöffentlichen Teil getroffen.

Im November 2014 ist vom Elternbeirat ein Antrag auf Verbesserungen im gemeindlichen Kindergarten eingegangen, seitdem wurde das Thema bereits zweimal im Gemeinderat diskutiert. Der Antrag umfasst etliche Punkte, angefangen von der Gartensanierung, Sandkasten-Erneuerung, Entfernen der 17 Jahre alten Rutsche, eine Überdachung mit Sitzgelegenheit im Garten, Renovierung der Wände bis zur Generalsanierung des Altbaus (der ist denkmalgeschützt, weshalb es schwierig ist). Zur Generalsanierung wies der Bürgermeister darauf hin, dass so etwas die Finanzlage der Gemeinde nicht erlaube.

Doch für die Vertreter des Elternbeirats ist gerade die Renovierung der Wände im Altbau wichtig. So müsste der Putz dringend ausgebessert werden. Auch das Mobiliar sei schon recht alt. Kritisiert wurden die alten Heizkörper, die sehr heiß würden. "Eine Fußbodenheizung wäre praktisch", meinte Manuela Preißinger-Leiß, die von Kerstin Kaiser und Yvonne Bauer unterstützt wurde.

"Die Heizkörper sollten schon im vergangenen Jahr ergänzt werden, aber die Handwerker waren überlastet", bedauerte Josef Schmidkonz die Verzögerung. Vielleicht klappe es heuer in den Sommerferien. Der Fernwärmeanschluss sei bereits vorhanden. Die Garderobe sollte erweitert werden, so der Elternbeirat weiter. Der Raum sei zu eng für 39 Kinder, die kaum noch Platz zum Hinsetzen oder Anziehen haben. Beklagt wurde Salpeter im Spielzimmer, außerdem müsste abgeklärt werden, ob hinter der Verkleidung Schimmel ist.

Risse im Boden

Im Turnsaal stellten die Vertreterinnen des Elternbeirats Risse im Boden fest, die Fenster müssten repariert werden, da sie innen beschlagen. Ein Fenster im Personalraum schließt nicht richtig. Das Personal wünscht sich für den Materialraum mehr Regale und ein oder zwei Schränke zum Zusperren im Schulzimmer, da im Haus aus Platzgründen kein Büro mehr ist. Nachdem man schon dabei war, ging es auch noch auf den Dachboden hinauf. Auch wenn dort keine Kinder hinkommen, muss doch das Personal öfter hinauf. "Das Geländer im Aufgang ist locker, so dass es gefährlich ist beim Transport von Kisten." Im Rathaus in der öffentlichen Sitzung wurde noch einmal über den Ortstermin gesprochen und bei Personal und Elternbeirat nachgefragt, was am dringendsten sei. Alles sei aus finanziellen Gründen nicht auf einmal möglich, betonte der Bürgermeister bei der Sitzung im Rathaus. "Uns ist bewusst, dass eine Sanierung oder Renovierung immer wieder mal ansteht." Bei den Arbeiten für die Heizung könnte man auch die Malerarbeiten erledigen. "Notwendiges kommt zuerst, wünschenswertes erst im zweiten Schritt." Es werde Geld im Haushalt eingeplant, versprach der Bürgermeister.

Dem Elternbeirat war die Gestaltung des Gartens am wichtigsten, damit die Kinder im Sommer das Gelände nutzen können, was derzeit nur eingeschränkt möglich ist wegen den Obstbäumen und dadurch vielen Wespen. Der Sandkasten werde von Katzen heimgesucht, weshalb ein neuer Kasten mit Abdeckung benötigt wird. Die Rutsche fängt bereits zu Splittern an. "Jeder Dorfspielplatz ist schöner, als der im Kindergarten". Der Elternbeirat würde neue Bäume als Ersatz für die Obstbäume sponsern und den Zaun streichen. Ein neues Spielgerät mit Rutschbahn, zum Klettern und Verstecken, wurde auch schon angeschaut.

Schritt für Schritt

Einiges könne der Bauhof machen, anderes der Schreiner, für wieder andere Dinge brauche man einen Fachmann, betonte Schmidkonz. Marktrat Franz Schöner sprach sich dafür aus, mit den Maßnahmen heuer anzufangen. "Wir müssen das Schritt für Schritt, über mehrere Jahre verteilt abarbeiten." Schöner wollte auch wissen, ob die Hackschnitzelheizung überhaupt ausreicht für den ganzen Kindergarten (weiterer Bericht über die Sitzung folgt).
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