Erstes oberfränkisches Wort des Jahres: kreativ und klar
Gewinner ist das Wischkästla

Das "Wischkästla", eine mundartliche Übersetzung für Smartphone, ist das erste "Oberfränkische Wort des Jahres" - ausgelobt vom Bezirk Oberfranken. In dem Wort komme Bodenständigkeit und Kreativität, aber auch die Zukunftsfähigkeit des oberfränkischen Dialekts besonders zum Ausdruck, sagte Bezirkstagspräsident Günther Denzler am Wochenende in Kleinlosnitz (Landkreis Hof).

"In der Mundart geraten Wörter nicht nur in Vergessenheit, es entstehen auch neue Begriffe", heißt es in der Begründung der Jury. Der Begriff "Wischkästla" beschreibe Form und Handhabung des Smartphones "in einer Klarheit, die für alle verständlich ist und dem Gegenstand jede Abgehobenheit nimmt".

Mehrere hundert Vorschläge für das "Wort des Jahres" waren laut Mitteilung des Bezirks Oberfranken eingesandt worden. In die engere Auswahl kamen unter anderem "Herrgottsmuggerla" (Marienkäfer) als Beispiel für den liebevollen Klang des oberfränkischen Dialekts oder "Saachkarter/Brunskarter" (Kartenspieler, der einspringt, wenn einer zur Toilette muss) als Beispiel für Wirtshauskultur, Tradition und Direktheit der Mundart.

Aufgrund der großen Resonanz soll künftig alljährlich unter Federführung der KulturServiceStelle des Bezirks Oberfranken in Bayreuth ein "Wort des Jahres" gekürt werden - nächstes Mal beim Mundart-Theater-Tag am 25. September 2016 im Bauernhofmuseum Kleinlosnitz.
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