Erweiterungsbau der Stiftlandwerkstätten St. Elisabeth erhält kirchlichen Segen - 3,1 Millionen ...
Bestens ausgelastet und voll belegt

Mitterteich. (jr) Am heutigen Freitag erhält der Erweiterungsbau der Stiftlandwerkstätten St. Elisabeth den kirchlichen Segen. Die Katholische Jugendfürsorge (KJF) hat als Bauherr 3,1 Millionen Euro am Standort in der Leonberger Straße 28 investiert. Arbeit findet dort aktuell 170 Menschen mit Behinderung, weitere 30 sind in der Förderstätte daheim. Betreut werden diese von 65 Angestellten.

Spatenstich am Erweiterungsbau war im April 2012, letztlich beendet wurden die Arbeiten im Herbst dieses Jahres. Der ursprüngliche Betrieb war zu klein geworden, die Werkstätte platzte aus allen Nähten. Werkstattleiter Josef Fick betont, dass alle Bauarbeiten bei laufendem Betrieb stattfanden. Unvermeidlich war, dass dieser während der Bauphase unter Lärm, Staub, Baumaschinen und einer eingeengten Platzsituation etwas litt.

Mehr Mitarbeiter

Durch den Neubau ist es gelungen, die Zahl der Mitarbeiter um 45 Plätze auf jetzt 165 zu erhöhen. Diese freuen sich jetzt über größere und angenehmere Arbeitsräume. Fick betont, dass manche Arbeiten durch die Erweiterung erst möglich geworden seien. Neu entstanden sind die Montage, wo zusätzlich 51 Menschen mit Behinderung Arbeit finden. Geleitet wird die Abteilung von Jürgen Münchmeier. Erweitert wurde die Wäscherei, wo derzeit zwanzig Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigt sind. Als Abteilungsleiter führt Robert Genari die Wäscherei.

Neue Lagerhalle

Erheblich erweitert wurde die Küche, die von Küchenmeister Konrad Maierhöfer geleitet wird. Dort arbeiten noch ein weiterer Küchenmeister, ein Koch und 18 Menschen mit Behinderung. Täglich, so Maierhöfer, würden hier bis zu 1200 Mittagessen zubereitet.

Neu entstanden sind zudem ein Freilager und eine neue Lagerhalle. Erheblich aufgewertet wurde der Eingangsbereich, der neu gestaltet wurde. Werkstattleiter Josef Fick dankt besonders Architekten Peter Pracht, sowie allen am Bau beteiligten, zu großen Teilen aus der Region kommenden Unternehmen.

Der Werkstattleiter wünscht sich, dass es immer mehr gelingt, Menschen mit Behinderung als Mitarbeiter für den ersten Arbeitsmarkt zu gewinnen. Gerade in Zeiten der Inklusion sollte dies öfters möglich sein. Als weiteren Wunsch nennt Fick die Festigung des derzeit vorhandenen Kundenstammes, sowie die Gewinnung weiterer Kunden. "Mein Ziel ist es, dass unsere Werkstätte noch mehr Akzeptanz bei den Menschen, in der Gesellschaft und der Arbeitswelt erhält. Wir sind und wollen Partner sein, anstelle einer pädagogischen und arbeitstechnischen Spielwiese und wir wünschen den kompromisslosen Abbau der Bürokratie."
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