Erzbischof hebt persönliche Entscheidungsfreiheit hervor
"Pegida": Marx gegen Verbot für Katholiken

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Münchener Kardinal Reinhard Marx will Katholiken nicht verbieten, an Demonstrationen der Anti-Islam-Bewegung "Pegida" teilzunehmen. "Es gibt dazu keine oberhirtlichen Anweisungen", sagte er am Freitag in München. "Jeder muss überlegen, hinter welchen Transparenten er herläuft." Er wolle keine Verbote aussprechen, versicherte Marx. "Ich kann nur zu politischer Verantwortung aufrufen." Er widersprach damit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der am Donnerstag gesagt hatte: "Christen dürfen bei ,Pegida' nicht mitmachen." Diese Äußerung sei nicht mit ihm abgestimmt gewesen. "Jeder Bischof kann für sich sprechen." Er warnte davor, "Pegida" dadurch aufzuwerten, "dass wir es zu einer Bewegung hochstilisieren". Der Kardinal mahnte eine sachliche Diskussion an: Innerhalb des Islam tobe ein Bruderkrieg, es gebe heftige Auseinandersetzungen unter einzelnen Gruppierungen.
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