Erzbistum Bamberg erweitert Zugang zum Diakonat
Neue Wege

Das Erzbistum Bamberg erweitert die Zugangsmöglichkeiten zum Dienst des hauptberuflichen Diakons. Ab sofort können sich auch bereits geweihte Diakone bewerben, die einen Zivilberuf ausgeübt haben, teilte die Pressestelle der Erzdiözese mit.

Damit können Diakone dann nicht nur nebenberuflich in der Gemeinde arbeiten, etwa Wortgottesdienste, Taufen oder Beerdigungen halten, sondern dies auch hauptberuflich tun. Weiter sei es möglich, Religionsunterricht zu erteilen. Das Erzbistum orientiert sich bei der neuen Regelung am Bistum Würzburg, wo es bereits ein entsprechendes Modell gibt.

"Ich freue mich, dass die Suche nach neuen Zugangswegen für Quereinsteiger in den pastoralen Dienst zu einem ersten Ergebnis geführt hat", sagte der Leiter der Hauptabteilung Pastorales Personal, Hans Schieber. Die Situation in der Seelsorge erfordere, neue Wege zu gehen. Und es gebe viele wichtige pastorale Aufgaben, die nicht unbedingt von Priestern übernommen werden müssten.

Der eigenständige pastorale Dienst des Diakons wurde im Zweiten Vatikanische Konzil (1962-1965) wiederbelebt. Derzeit können sich im Erzbistum berufstätige Männer, auch Verheiratete und Familienväter, in einem vierjährigen Kurs neben ihrem Hauptberuf fortbilden lassen und dann die Diakonenweihe empfangen. Daneben gibt es den Diakonat als Vorstufe zur Priesterweihe.
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