Eslarn

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Eslarn. (gz) Die Wanderroute des Oberpfälzer Waldvereins zum tschechischen Rabenberg (Havran) hinterließ zahlreiche Eindrücke. In Fahrgemeinschaften ging es mit den Autos vom Wanderheim zum Wanderparkplatz "Planerhöhe" bei Waldkirch und von dort unter der Führung von Christa und Josef Bösl zu Fuß entlang einer unberührten herbstlich wirkenden Natur. An den verschiedenen Stationen wusste Vorsitzender Josef Frischmann einiges über die Sehenswürdigkeiten zu berichten. Kurz nach der tschechischen Grenze tauchte eine herrliche Mariengrotte auf, in der eingemeißelt die Jahreszahl 1927 an die Errichtung erinnert. Die Grenzsteine weisen auf den bayrisch-tschechischen Grenzverlauf, die Waldstege an ehemalige Schmugglerpfade und die holprigen, teils betonierten und asphaltierten Wege an ehemalige Fahrwege der tschechischen Grenztruppen hin. Das beschauliche Gebiet gehört zu einem Naturschutz- und Feuchtwiesengebiet, auf das eine Tafel an einer mächtigen Kastanie auf Deutsch und Tschechisch aufmerksam macht. Weiter ansteigend führte der Fußmarsch zur 826 Höhenmeter gelegenen Burgruine "Schellenberg" und zu den eigenartigen Felsformationen aus Granit. Die Burgruine besteht praktisch nur noch aus 2 Mauerzügen, die auf 2 benachbarten Felsen sitzen und durch eine hölzerne Brücke verbunden sind. Das besondere an der Ruine ist eindeutig ihre einsame, malerische Lage und die fast schon mystische Atmosphäre. Wenige Minuten entfernt traf die Wandergruppe mitten in der Waldlandschaft auf ein weiteres Naturdenkmal, dem sogenannten Brotfelsen. Der gigantische Felsen mit einem Kreuz schaut aus als ob viele Brotlaiber übereinander gestapelt sind. Die spezielle Variante der großflächigen Verwitterungsformen des Granits nennt man Wollsackverwitterung. Die zerblockten und verwitterten Granitblöcke liegen wollsack-artig gerundet im Verband aufeinander. Nach dem gewaltigen Naturschauspiel führten Christa und Josef Bösl die 29 Teilnehmer, darunter auch Nichtmitgleider zum Aussichtsturm auf dem Rabenberg. Der neu renovierte rund 25 Meter hohe Turm bot eine Aussicht in den Böhmerwald und Bayerischen Wald bis zum Arber. Die vorhandenen Reste der alten Sicherungsanlage legen Zeugnis auf die frühere Nutzung als Militärbasis ab und die vielen Infotafeln zeigten die Hintergründe des Eisernen Vorhangs und der ehemaligen CSSR-Machthaber auf. Der Weg führte weiter zur Silberhütte, wo in der Schutzhütte ein warmes Essen auf die Wanderfreunde wartete, und im Anschluss motorisiert zurück nach Eslarn. Ein Dank an alle für die Teilnahme und nicht zuletzt an die beiden Wanderführer für die bequeme Wandertour kam vom Vorsitzenden Josef Frischmann.
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