Eslarner Katholiken feiern Patrozinium der Pfarrkirche - Diakon Uli Wabra aus Neunburg Prediger
"Die Mutter Gottes ist eine von uns"

Im Beisein der fahnenführenden Vereine feierten Pfarrer Erwin Bauer, Pfarrer Jojappa Josef und Festprediger Diakon Uli Wabra (rechts) das Patrozinium. Bild: gz
Eslarn. (gz) Am Feiertag "Mariä Aufnahme in den Himmel" feierte die Pfarrei zu Ehren der Schutzherrin, der Gottesmutter Maria, das Patrozinium. Die Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" wurde nach der völligen Zerstörung während des Dreißigjährigen Krieges 1681 neu aufgebaut und ist der Gottesmutter Maria geweiht.

Am Samstag beging die Pfarrei mit Beteiligung der Blaskapelle von Stefan Karl, einiger Markträte, der fahnenführenden Vereine, kirchlichen Vereine und Organisationen das Patrozinium. Festprediger war Diakon Uli Wabra aus Neunburg vorm Wald. Zelebranten waren Pfarrer Erwin Bauer und Pfarrer Jojappa Josef. Der Kirchenchor sang die "Ettaler Liebfrauenmesse".

Künftig in Regensburg

Pfarrer Bauer ging auf das Gnadenbild in der Kirche hin, vor dem jeder Zuflucht mit all seinen Sorgen finden könne. Den Festprediger kennt Pfarrer Bauer von der Ministrantenzeit in Oberviechtach. Der Diakon wirkt seit 13 Jahren in Neunburg und kommt ab 1. September zur Pfarrei St. Emmeram nach Regensburg.

Mit einem Schwenk in die Filmkulisse vor 60 Jahren zum Spielfilm "Don Camillo und Peppone" baute Predigtausbilder Wabra eine Brücke zur Gottesmutter. "Eines Tages stiftete ihr der schlitzohrige kommunistische Bürgermeister Peppone in der Pfarrkirche eine Kerze und bemerkte im Beisein von Pfarrer Don Camillo: Sie ist eine von uns, aber der da ist einer von euch."

"So musste sicherlich auch der liebe Gott über diese etwas eigene politische Bewertung geschmunzelt haben, denn dieser Satz stimmte zu 100 Prozent", sagte der Prediger.

"Maria, die kleine Frau aus Nazareth, ist eine von uns, denn sie hat mit uns jede Menge Gemeinsamkeiten. Ihr Leben war alles andere als großartig und geradlinig."

Patchwork-Familie

Heute würde man Maria und Josef auf Wanderschaft als Patchwork-Familie mit Migrationshintergrund bezeichnen. Auch die Gottesmutter wusste, dass das Menschsein oft nicht geregelt und kerzengeradeaus gehe, sondern dass einem das Leben in manche Kurve und zu Improvisationen zwinge. "Sie ist eine von uns, und sie gehört schon immer ganz zu ihm. Gehen wir daher bei ihr ein wenig in die Schule", fügte der Diakon an.
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