EU-Kommissar vermittelt im Gasstreit mit Russland - Kompromiss bis März 2015
"Winterpaket" für die Ukraine

Im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine sind nach Angaben der EU-Kommission die Chancen auf eine Lösung erheblich gestiegen. Es seien Eckpunkte für ein "Winterpaket" erarbeitet worden, um die Gasversorgung Europas und der Ukraine über den Winter bis Ende März 2015 zu sichern. "Ich halte diese Lösung für tragfähig", sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Freitag in Berlin nach stundenlangen Gesprächen mit den Energieministern beider Länder.

Ein Kompromissvorschlag sieht vor, dass die Ukraine bis Jahresende in zwei Raten insgesamt 3,1 Milliarden US-Dollar an Altschulden bei den Russen bezahlt, umgekehrt liefert Russland bis Ende März verbindlich Gas zu einem Preis von 385 US-Dollar (rund 303 Euro) je 1000 Kubikmeter. Die EU will dafür sorgen, dass der Internationale Währungsfonds für die Zahlungen Kiews garantiert.

Bis nächste Woche haben Moskau und Kiew Zeit, dem Paket zuzustimmen. Dann sollen die Gespräche bei einem weiteren Treffen in Berlin abgeschlossen werden. Oettinger glaubt, dass sein "Winterpaket" funktioniert. Er schloss aber auch eine Eskalation mit einem Lieferstopp wie vor fünf Jahren nicht aus, als auf dem Balkan Menschen in ihren Wohnungen erfroren.
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