Europaabgeordnete Monika Hohlmeier: EU soll sich auf Kernprobleme fokussieren
Ursachen für Flucht bekämpfen

Monika Hohlmeier. Bild: dpa
Die CSU-Europaabgeordnete Monika Hohlmeier hat die EU zu einem besser abgestimmten Vorgehen zur Bewältigung des aktuellen Flüchtlingszustroms aufgefordert. "Die EU muss konzertierter vorgehen und sich auf Kernprobleme fokussieren", sagte Hohlmeier vor der Presse in München.

Neben einer verlässlichen Aufteilung der Flüchtlinge auf die Mitgliedsstaaten und einer EU-vertragstreuen Unterbringung von Flüchtlingen auch im Süden und Osten Europas müsse vor allem versucht werden, dem menschenunwürdigen Treiben von Schlepperbanden das Handwerk zu legen. "Schlepper sind Verbrecher", erklärte Hohlmeier und verwies darauf, dass die Banden gnadenlos Menschenleben opferten und auch vor Mord nicht zurück schreckten, wenn ihnen dies geschäftlichen Nutzen verspreche. Hohlmeier, im Europaparlament Sprecherin für Innere Sicherheit in der konservativen EVP-Fraktion, sprach sich für eine Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern aus. Außerdem müsse in Verhandlungen mit den Staaten Nordafrikas versucht werden, das Auslaufen von Flüchtlingsbooten ins Mittelmeer zu unterbinden. In diesem Zusammenhang sei zu überlegen, ob die EU in Nordafrika nicht Anlaufstellen für Flüchtlinge einrichte, um ihnen die von kriminellen Schleusern versprochene, aber lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer zu ersparen.

"Wir müssen auf der einen Seite mehr legale Wege für Flüchtlinge nach Europa finden und auf der anderen Seite klare Maßnahmen gegen Schleuserbanden ergreifen", sagte Hohlmeier.
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