Ex-BVB-Präsident: Liste der Straftaten wird länger
Niebaum gibt auch Kreditbetrug zu

Fehlende Grundbucheinträge, falsche Sicherheiten und private Schulden, von denen keiner wissen sollte: Der ehemalige Rechtsanwalt und BVB-Präsident Gerd Niebaum hat am Mittwoch vor dem Dortmunder Landgericht drei Fälle von Kreditbetrug eingeräumt.

In einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung hieß es, Niebaum habe im Jahr 2007 bei verschiedenen Banken "unvollständige und damit unzutreffende Unterlagen" eingereicht. Die auf diese Weise erlangten Kredite in Höhe von rund 300 000 Euro seien inzwischen zurückgezahlt.

Niebaum machte gescheiterte Immobiliengeschäfte für seine finanzielle Krise 2007 verantwortlich. Obwohl mehrere Freunde und Mandanten ihm hohe Beträge geliehen hätten, habe er trotzdem ständig frisches Geld benötigt. Niebaum könne sich sein Verhalten heute selbst nicht erklären, sagte sein Verteidiger.

Früher in der Verhandlung hatte Niebaum eingeräumt, sich als Testamentsvollstrecker aus einem Nachlass selbst ein Darlehen über 450 000 Euro gewährt zu haben. Außerdem habe er die Unterschrift seines toten Schwagers gefälscht, um sich bei einer Rückzahlung Zeit zu verschaffen.
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