Exorzisten tagen in Rom - In Deutschland täglich mehrere Austreibungen geschätzt
Dem Teufel auf der Spur

Pater Helmut Moll, Exorzimus-Experte aus Köln, referierte beim Exorzismus-Kurs in Rom. Bild: dpa
Schätzungen zufolge finden in Deutschland täglich mehrere Exorzismen statt - offizielle Zahlen gibt es nicht. In anderen Ländern ist der Kampf gegen das Böse ein großes Thema. Etwa 200 Interessierte aus aller Welt haben in Rom über Besessenheit und den Teufel diskutiert.

Verzerrte Gesichter, wilde Flüche in seltsamen Sprachen, willenlose, vom Teufel besessene Menschen und dazu Priester, die mit vorgehaltenem Kreuz gegen das Böse kämpfen: Viele Vorstellungen von Exorzismen basieren auf Filmen. In Deutschland sind Teufelsaustreibungen ein Tabuthema. An der Universität Regina Apostolorum in Rom trafen sich Hunderte Exorzismus-Experten aus aller Welt, darunter Priester, Mediziner und Psychologen, zum zehnten Kurs "Exorzismus und Gebet der Befreiung".

Entstanden sei das Angebot auf Bitten von Priestern, die sich eine bessere Ausbildung gewünscht hätten, erklärt Organisator Padre Pedro Barrajón. Zu den fast 30 Vorträgen und Diskussionen gehörte auch ein Referat von Pater Helmut Moll aus Köln. Barrajón: "Viele Menschen haben Angst vor Exorzismen, auch wegen Filmen und der Darstellung dort. Ich denke, ein Exorzismus sollte so normal sein wie die Kommunion."
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