Experten: Erkrankungszahlen trotzdem noch hoch
Weniger Masern-Fälle

Beim Berliner Masern-Ausbruch beobachten Experten weiterhin eine abnehmende Tendenz. Zuletzt wurden 14 Neuerkrankungen pro Woche gemeldet. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht des Landesamts für Gesundheit und Soziales hervor, der am Donnerstag erschienen ist.

Zeitweise hatten sich pro Woche zwischen 70 und 90 Menschen angesteckt. Dennoch sind die Erkrankungszahlen laut Bericht aktuell immer noch als hoch einzuschätzen. Insgesamt steckten sich in Berlin seit Ausbruchsbeginn im Oktober des Vorjahres 1239 Menschen mit dem Virus an, davon 1118 in diesem Jahr. Es ist die größte Masern-Welle seit dem Start des Infektionsschutzgesetzes 2001.

Mit Info-Karten in Wartezimmern wollen die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenärztlichen Vereinigungen in den kommenden Wochen vor allem Jugendliche und Erwachsene über die Masernimpfung informieren. Mehr als die Hälfte der Fälle derzeit betreffe ungeimpfte oder nicht ausreichend geimpfte Menschen dieser Gruppen, teilten die Organisationen am Donnerstag mit.
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