Explosive Gefahr

Zehn Tage nach der Katastrophe in einem Gefahrgutlager im nordchinesischen Tianjin ist im Osten Chinas ein neues Explosionsunglück mit Chemikalien passiert. Ein Mensch starb dabei.

Das Unglück ereignete sich am Samstagabend in der Fabrik der "Shandong Runxing Chemical Technology" in Dongfu in der Region Huantai (Provinz Shandong). Erst sei ein Feuer ausgebrochen, dann habe es die Explosion gegeben. Die Ursache blieb zunächst unklar. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, gab es einen Toten und neun Verletzte.

Das neue Unglück folgte auf die schwere Explosion im Hafen von Tianjin, wo die Zahl der Toten bis Sonntag auf mindestens 123 gestiegen ist. 50 Menschen wurden noch vermisst. Mehr als 600 mussten in Krankenhäusern behandelt werden, davon befanden sich wohl mehr als 40 in kritischem Zustand. Am 12. August war es in dem Lager nach einem Brand zu heftigen Explosionen gekommen, die in einem weiten Umkreis schwere Verwüstungen anrichteten. Als Reaktion waren landesweit Inspektionen von Unternehmen angeordnet worden, die mit Chemikalien und Explosivstoffen umgehen. Offenbar sind Probleme weit verbreitet. Allein in der Hauptstadt Peking wurden bei 85 von 124 untersuchten Unternehmen Gefahren entdeckt, wie Xinhua schrieb.

Bei dem Unglück in Shandong erschütterte die Explosion die Gegend in einem Umkreis von fünf Kilometern, wie die "Volkszeitung" berichtete. Auch hier gab es ähnlich wie in Tianjin in unmittelbarer Entfernung von nur einem Kilometer eine Wohnsiedlung. Das Feuer war fünf Stunden später gelöscht.

Die Umweltbehörden berichteten, dass keine Gefahr für die Umwelt bestanden habe. Augenzeugen sagten, es habe einen großen Feuerball und zwei laute Detonationen gegeben. Die Fabrik sei seit kurzem in Betrieb.
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