Familie ließ Frau verhungern

Im Prozess um den Hungertod einer 49-Jährigen in ihrem Wohnzimmer haben Zeugen die Verhältnisse in der Familie als zerrüttet beschrieben. Die Tochter habe Angst gehabt, nach Hause zu kommen, sagte eine Sozialpädagogin am Dienstag vor dem Landgericht Verden. Es habe Konflikte gegeben, der Vater sei auch handgreiflich geworden. Der Mann (50) und seine Tochter (18) müssen sich wegen Mordes durch Unterlassen vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, sich nicht um die alkoholkranke Frau gekümmert zu haben, als diese nach einem Sturz mit gebrochener Hüfte hilflos auf dem Sofa lag. Sie soll vor den Augen der beiden verhungert und verdurstet sein. Den Polizisten, die im März die Wohnung in Thedinghausen betraten, waren geschockt: "Jeder Raum war vermüllt und verdreckt." Die Tote sei völlig abgemagert gewesen. "Es waren nur noch Haut und Knochen vorhanden."
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