Fans nehmen Abschied von ermordetem Torwart
Trauer im Stadion

Eine Woche nach dem Mord an dem südafrikanischen Nationaltorwart Senzo Meyiwa haben Zehntausende bei einer Trauerfeier Abschied von dem Fußballer genommen. Am Samstag kamen mehr als 20 000 Menschen in einem Fußballstadion in Durban zur Beerdigungszeremonie. Zahlreiche Fans kamen in Trikots von Meyiwas Verein, den Orlando Pirates. Andere trugen T-Shirts mit seinem Foto darauf. Etliche brachen in Tränen aus, als der Sarg - eingehüllt in die südafrikanische Flagge und begleitet von einer Polizei-Eskorte - in das Stadion gebracht wurde.

Jeff Radebe, Minister im Präsidialamt, nannte Meyiwa einen "Helden", der "weit über die Grenzen des afrikanischen Kontinents hinaus bekannt war". Danny Jordaan, der Präsident des südafrikanischen Fußballverbands, beschrieb den 27-Jährigen als Spieler, der "im Einklang mit sich selbst" war. Sein Leben sei "auf die grausamste und brutalste Weise" genommen worden.

Meyiwa war am Sonntag vor einer Woche bei einem Raubüberfall im Haus seiner Freundin, der Sängerin und Schauspielerin Kelly Khumalo, bei Johannesburg erschossen worden. Die Polizei leitete eine Großfahndung nach mindestens zwei Männern ein, die in das Haus eingebrochen waren.

Am Freitag wurde ein Verdächtiger gefasst. Der 25-jährige mutmaßliche Täter sei des Mordes und Raubes angeklagt, zitierte die Nachrichtenagentur SAPA einen Justizsprecher. Laut einem Medienbericht werden inzwischen weitere Verdächtige verhört. Der Festgenommene sei in Gewahrsam, nachdem Zeugen ihn bei einer Gegenüberstellung wiedererkannt hätten.
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