Faschingsverein feiert Weiberfasching
Frauen lassen's richtig krachen

Bei der Faschingsfeier in Botzersreuth gab es jede Menge nackte Haut zu sehen. Bilder: gag (2)
So lässt man es richtig krachen, wenn man Geburtstag feiert. Denn auf den Tag genau vor 25 Jahren hatte sich der Faschingsverein Stammtisch Botzersreuth gegründet. Die illustren Geburtstagsgäste beim Weiberfasching im Gasthaus Miedl in Ilsenbach kamen denn auch nicht nur aus der Umgebung. Auch die Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas samt Prinzenpaar und eine Abordnung vom Verein Neustädter Faschingszug bevölkerten das proppenvolle Gasthaus.

Am Eingang begrüßte Faschings-Urgestein Hermann Witt aus Botzersreuth die "Weiber" mit Stringtanga auf dem Kopf und Schnäpsen mit frechen Sprüchen auf dem Etikett. Dass da manche Dame seltsame Stoppeln im Gesicht und Haare an den Beinen hatte, tat nichts zur Sache, die oft sexy kurzen Kleider und künstlichen Brüste machten alles wieder wett.

Von Rock bis Schmusesong

Ja, die "Weiber" ließen es krachen. Auch ein richtiger Hühnerhaufen war anwesend, Für Stimmung sorgte der "Horrido-Express" aus Oberbibrach. Die drei Jungs spielten meisterhaft alles, was Laune macht aus den vergangenen 30 Jahren, von Rock über Schmusesongs bis zu Schlagern und Schunkelliedern. Das Prinzenpaar aus "Rawetz-Dörflas", Jenny I. und Michael V., hatte sogar ein Geschenk dabei: den Auftritt ihrer Elferräte "Dörflaser Elfen". Mit "Liebe geht durch den Stachel" tanzten frivole Bienenmännchen um eine Biene. Hatten sie sonst nur kurze Stachel am Hintern, so präsentierte der Kleinste von ihnen plötzlich ein mächtiges "Gerät" aus Luftballons unter seinem gelb-schwarzen Streifenhemdchen, womit die "Biene" sichtlich Vergnügen hatte.

Sexy und frivol wurde es auch, als der Elferrat der Botzersreuther seinen Schautanz zeigte. Die "Elfergeräte" tanzten zum "Carneval do Brasil" mit kunterbunten Volantkleidern so temperamentvoll, dass sie die vielen "Zugabe"-Rufe nicht ablehnen konnten. Bei der ersten Zugabe streiften sich die "Damen" der Tanztruppe die Oberteile der Kleider ab, bei der zweiten Zugabe-Runde sogar noch die Kleider, und tanzten in weißen Rüschenunterhöschen weiter. Die Zuschauerinnen lachten Tränen. Zwischen den Auftritten war wieder die Tanzfläche gerammelt voll. Fantasievoll maskierte Tänzerinnen sangen laut bei "Hölle-Hölle" und "Fühle-Fühle" mit, ließen "99 Luftballons" steigen oder besangen "Anita" und "Du kannst nicht immer 17 sein". Die Botzersreuther Garden begeisterten mit ihren Garde- und Schautänzen, dem doppelten Mariechen und Eindrücken vom Carneval in Rio.

Stripper entkleidet sich

Auch die Außenbar war gestopft voll, der Faschingsverein hatte am Hinterausgang ein riesiges Zelt aufgestellt. Der Höhepunkt des Abend war jedoch noch einen Tick verruchter als die vorherigen Auftritte: Ein echter Stripper, gekleidet als amerikanischer Cop, mit Mütze und Taschenlampe, ließ nach und nach alle Hüllen fallen. Dazu holte er sich die eine oder andere Frau aus dem Publikum, die er in seine frivolen Spielchen mit einbezog. Kreischend, pfeifend und mit ein paar gschamigen Blicken beobachtete das Publikum die Vorstellung. Doch wer denkt, dass damit der Abend vorbei war, hatte die Rechnung ohne das Publikum gemacht. Bis in die frühen Morgenstunden wurde weitergefeiert, die Band verlängerte um mehrere Zugaben, und die Stimmung war großartig. Die eigens engagierte Security hatte nicht nur keine Arbeit, sie amüsierten sich auch über die fantasievoll verkleideten Besucherinnen. Zu später Stunde mischten sich auch einige nicht als Frauen kostümierte männliche Ballbesucher unter das Publikum.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/botzweiber2015
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