Fast jedes elfte Kind missbraucht
Aus der Region

Regensburg.(epd) Fast jedes elfte Kind in Deutschland erlebt einer aktuellen Untersuchung zufolge Missbrauch. Laut der Studie "MiKADO - Missbrauch von Kindern: Ätiologie, Dunkelfeld, Opfer" ist jede neunte Frau (11,5 Prozent) als Mädchen missbraucht worden. Bei den Männern beträgt die Quote 5,1 Prozent, was geschlechterübergreifend einen Anteil von 8,5 Prozent ergibt, wie die Universität Regensburg am Donnerstag mitteilte.

Frauen bewerteten die Misshandlung im Rückblick insgesamt als belastender als Männer, erläuterten die Forscher. Die Betroffenen seien bei ihrer ersten Missbrauchserfahrung im Schnitt 9,5 Jahre alt gewesen. Eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern hat 28 000 Erwachsene und mehr als 2000 Minderjährige in den vergangenen dreieinhalb Jahren zu sexuellem Missbrauch in ihrer Kindheit befragt. Nur ein Drittel der Minderjährigen habe den sexuellen Übergriff den Eltern oder anderen Angehörigen offenbart. Nur ein Prozent wird der Studie zufolge Ermittlungsbehörden oder Jugendämtern bekannt.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/mikado

Rollerfahrer mit 2,5 Promille

Weiden. (nt/az) Am Mittwoch zog die Polizei Weiden einen Rollerfahrer aus dem Verkehr: Der 35-Jährige hatte keinen Führerschein, am Roller war ein abgelaufenes Versicherungskennzeichen angebracht, und der Fahrer war zudem noch alkoholisiert, teilte die Polizei mit. Gegen 23 Uhr hielt eine Streife den 35-jährigen Rollerfahrer in der Schustermooslohe an. Der 26-jährige Bruder befand sich als Sozius auf dem Zweirad. Ein Alkoholtest bei dem 35-Jährigen ergab knapp 2,5 Promille. Auch der Mitfahrer war erheblich alkoholisiert. Der Roller wurde abgeschleppt. Den 35-Jährigen erwartet eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetz.

Touristen finden Leiche in Donau

Regensburg.(nt/az) Touristen haben in Regensburg von einem Ausflugsschiff aus eine Leiche in der Donau entdeckt. Einsatzkräfte konnten wenig später die leblose Person ans Ufer ziehen, wie die Wasserwacht am Donnerstag mitteilte. Bei dem Toten handelt es sich laut Polizei um einen vermissten 17-Jährigen, der in der Nacht zum Samstag von der Steinernen Brücke in den nördlichen Seitenarm der Donau gesprungen war.
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