FC Amberg muss als Regionalligist einen eigenen Block für die Gästefans schaffen
Auch ohne Gerüst gut gerüstet

Im FC-Stadion rückten gestern die Stadtgärtner an und beseitigten einen Teil der Sträucher. Denn in der von der Haupttribüne aus gesehenen rechten Kurve muss ein separater Eingang für mindestens 250 Gästefans geschaffen werden. Bild: Steinbacher
Amberg. (tk) Die Leistungsträger bleiben, die Trainer auch und die ersten Neuzugänge sind bereits unter Vertrag. Der FC Amberg rüstet sich sportlich für das Unternehmen Regionalliga. Beim Stadion gibt es allerdings noch Nachholbedarf. Die Zeit drängt. Das erste Heimspiel ist bereits in zwei Wochen.

Der Spielplan und der Bayerische Fußball-Verband wollen es so: Aufsteiger FC Amberg startet Mitte des Monats in die neue Saison, wegen des Handballfestivals ausnahmsweise an einem Freitag (17. Juli). "Bis dahin werden wir das nicht schaffen", sagt FC-Chef Werner Aichner über die Auflagen, die der Verein zu erfüllen hat.

Auf der Gegentribüne müssen voraussichtlich 18 sogenannte Wellenbrecher installiert werden. Dabei handelt es sich um fünfeinhalb Meter breite Barrieren, die auf den Stehplätzen verhindern sollen, dass für Besucher Gefahr durch den Druck einer größeren Menschenmenge entsteht. Insbesondere dann, wenn diese unkontrolliert in Bewegung gerät.

"Brauchen vier Wochen"

"Wir werden vier Wochen brauchen, bis das steht", gibt Aichner zu bedenken und hat die Lösung längst parat. Weil sich durch die Entscheidungsspiele um den Aufstieg für den FC Amberg das Saisonende vom 23. Mai auf den 13. Juni verschoben hat, ließ der Verband mit sich reden und gewährte dem Liganeuling eine Frist bis zum Donnerstag, 30. Juli. Aber nur, weil bis dahin keine Partie angesetzt ist, die in der Fachsprache als Sicherheitsspiel gilt. Mit anderen Worten: Zum Auftakt gegen Memmingen sind keine Zuschauerausschreitungen zu befürchten.

Anders sehe das aus, wenn die Reserve des Zweitligisten TSV 1860 München oder die wegen ihrer Randale immer wieder in die Schlagzeilen geratenden Schweinfurter Fans ins Stadion Am Schanzl kommen. Dann werden laut Aichner von Haus aus Polizisten im Stadion sein müssen, der Verein habe zudem bis zu 20 Ordner zu stellen. Auch das will organisiert sein.

Weil der Verband die Sicherheit in der höchsten Amateurliga derart groß schreibt, rückten bereits gestern im Stadion die Stadtgärtner an. In der von der Haupttribüne aus gesehenen rechten Kurve muss ein separater Eingang für mindestens 250 Gästefans geschaffen werden. Dafür verschwindet nach Angaben aus dem städtischen Betriebshof ein Teil der Sträucher.

Überhaupt: Für die Anhänger der Gegner muss im Stadion am meisten gemacht werden. Aichner listet auf: "Eigener Eingang, eigene Kasse, separate Toilette, separate Verpflegung." Auch dafür werde der Verein etwa vier Wochen benötigen.

Wie viel Geld die FC-Verantwortlichen für die Veränderungen in die Hand nehmen müssen, hat Aichner schon mal grob überschlagen. Eine Summe möchte er aber lieber noch nicht nennen. Dafür sei es zu früh.

Flutlicht kein Thema

Was der Fußball-Spartenleiter aber schon sicher weiß: Der Verein kann sich eine Investition sparen, die noch vor wenigen Jahren Voraussetzung für die Regionalliga gewesen wäre: "Beim Flutlicht müssen wir nichts machen. Das kann alles so bleiben, wie es ist." Hätte der Verband auf eine Nachrüstung bestanden, wären laut Werner Aichner schätzungsweise weitere 200 000 bis 300 000 Euro fällig geworden.
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