Feierliche Brunnen-Weihe auf dem Kirchplatz in Letzau - Aufwertung für den Ort
Stolz auf "Quell des Lebens"

Ein ergreifender Moment: die Segnung des Brunnens auf dem Kirchplatz in Letzau. Bild: hch
"Schließ' ich meine Augen, so hör' ich ganz genau, das Plätschern vom Brunnen am Kirchplatz in Letzau", tönte es zur Brunnen-Weihe über den Kirchenvorplatz. Dort stimmten über 100 Pfarrmitglieder in das von Gisela Balk umgedichtete Schubertlied ein. "Endlich wurde unser Traum von einem Quell des Lebens für die Gemeinschaft Wirklichkeit", freute sich der langjährige Motor des Projekts, Monsignore Andreas Uschold.

Die Gebrüder Heil als Brunnen-Stifter sowie die kreativen Köpfe Max Fischer aus Neustadt und Maria Janke aus Letzau bedachte er mit einem Johannes-Zitat: "Jesus, der Spender des wahren Lebens, gibt uns Wasser des Lebens." Pfarrer Markus Schmid sprach: "So wie das Wasser sprudelt, so lebendig soll unser christliches Leben sein."

Am Brunnenkopf befinden sich acht Tafeln. Sie zeigen die vier Elemente "Feuer, Wasser, Luft und Erde" und vier Bibelsprüche. Maria Janker wählte "Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern", "Klopfet an, so wird Euch aufgetan", "Suchet, so werdet Ihr finden" und "Bittet, so wird Euch gegeben". Weil das kreuzförmige Granitkunstwerk exakt in der Sichtachse zum Kircheneingang ausgerichtet ist, kann es die Aufmerksamkeit der Menschen bis ins Innerste des Gotteshauses ziehen.

Bei der Brunnengestaltung griff Fischer seinen "roten Faden" auf, mit dem er bereits 2004 den kompletten Altarraum samt Altar, Ambo, Taufstein, Vortragekreuz und die Kirchenfenster entworfen hatte. "Ihr habt ein stimmiges Gesamtbild geschaffen", würdigte Kirchenpfleger Josef Steger die Künstler, den Steinmetzbetrieb Fröhlich aus Flossenbürg, die Firma Gugg aus Straubing für den Bronze- aufsatz, die Baufirma Balk aus Matzlesrieth und auch die Gebrüder Heil für deren zusätzlichen handwerklichen Einsatz.

Nachdem Pfarrer Hubert Feichtmeier den Segen erbeten hatte, hob der Singkreis Letzau unter Rosa Bauer zum Kanon an: "All meine Quellen entspringen in Dir". "Der Brunnen passt in den Ort wie das Tüpfelchen auf dem i", zeigte sich Bürgermeisterin Marianne Rauh von der Aufwertung des Platzes begeistert. Dann bat Seelsorge-Rat Franz Rath die Besucher zum Stehempfang.
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