Feinschliff von Mutter Natur

Arge-Fisch-Vorsitzender Hans Klupp mit den Hoheiten beim Genuss-Festival, von rechts Hubert Bittlmeyer vom Ernährungsministerium und Weinbauverbands-Präsident Artur Steinmann.

Die Vorarbeit leistete ein Minibagger. Und wer bei dem Fest dabei war, durfte mit dem beherzten Griff zur Schaufel die Fässer mit eingraben und Teil der "Rauen Liebe" werden.

(pz) Immer um die Sonnenwende gibt es künftig in der besonderen Landschaft bei Neckenmarkt im Burgenland, ganz nah an der Grenze zu Ungarn, das "Fest der Rauen Liebe": "Sie ist unser größter Schatz", sagt Winzer Stefan Lang, "... geboren aus der Tiefe unserer Herzen, durch die Hände unserer Ahnen und gereift in den Armen der Natur."

Die Raue Liebe ist ein ganz besonderer, einzigartiger Wein. Die Trauben vereinen sich in ihr zu einer Symphonie, "... gespielt von Winzer und Erde", wie es in der Pressemitteilung heißt. "Sie verbindet das Unvereinbare und lässt alle Sinne in neue Sphären eintauchen. Sie erzählt eine Geschichte, von Liebe und Verlust, Dunkelheit und Stille, aber auch von glühenden Tagen voller Glück."

Ein Jahr unter der Erde

Die Raue Liebe vereint nur die edelsten und ältesten Rebsorten des traditionsreichen Weinguts. Der Hauptanteil dieser einzigartigen Cuvée bildet der Blaufränkische. Altersbedingt tragen die Reben nur noch wenige, dafür aber gehaltvolle Trauben. "Der Ertrag aus diesen Weinstöcken ist sehr gering, dafür von allerhöchster Qualität. Die Weinstöcke vereinen ihre gesamte Kraft auf diese wenigen Trauben", sagt Stefan Lang. Ganze 3,5 Jahre reift der Wein in Barriquefässern im Gewölbekeller, bevor der Schatz des Rotweinguts Lang für ein weiteres Jahr in einen tiefen Schlaf unter die Erde geschickt wird. In etwa zwei Metern Tiefe erhält der edle Tropfen seinen Feinschliff von Mutter Natur. Dort ist er nicht nur vom winterlichen Frost, sondern auch vor jeglichen Keimen geschützt.

Durch das spezielle Mikroklima in der Tiefe und dem stetigen Austausch zwischen Wein und Erde erhält er die wohlverdiente Struktur und Eleganz. Wie ein wärmender Mantel umschließt der Boden die Weinfässer und sorgt so für gleichmäßiges Klima, tiefe Dunkelheit und Stille zum Reifen. Lang: "Hier kann der Wein genau die Ruhe und Kraft tanken, die er beim genießen ausstrahlen soll. Diese spezielle Form der Reifung ist eine der ältesten und feinsten Methoden der Welt." (Hintergrund)

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.rotweinelang.at
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