Fenster sollen dafür sorgen, dass die Wärme im Winter drinnen und im Sommer draußen bleibt
Hohe Ansprüche

Fortsetzung

Sonnenschutz:Sonnenschutzgläser haben eine Lichtdurchlässigkeit zwischen 50 und 70 Prozent, sie bieten aber keinen Blendschutz. "Bei Fenstern mit Südausrichtung können Sonnenschutzgläser Sinn machen", sagt Ulrich Tschorn vom Verband Fenster + Fassade (VFF). Aber das verringert bei jeder Witterung den Lichteinfall.

Schallschutz: An stark befahrenen Straßen können Schallschutzfenster den Lärm abhalten. "Sehr effektiv und nicht allzu teuer sind asymmetrisch aufgebaute Fenster, bei denen die äußere Scheibe dicker ist als die innere", erklärt Tschorn. Bei anderen Systemen werden die Zwischenräume der Scheibe gedämmt, manchmal mit Gießharzen gefüllt. Aber: Durch die höhere Dichte werden die Scheiben dicker und schwerer, warnt VPB-Experte Weber. Das habe Auswirkungen auf den Bedienkomfort. Er rät daher, sich gut zu überlegen, wo Schallschutz wirklich sinnvoll ist. "An einer vielbefahrenen Straße mag es nötig sein, aber vielleicht auch dort nur in einem Raum."

Sicherheit:Auch Einbruchschutz ist nicht bei allen Fenstern gleich wichtig. "Mitten in der Fassade im zweiten Obergeschoss brauche ich häufig kein einbruchhemmendes Fenster", sagt Spiekers. "Auf der schwer einsehbaren Rückseite des Hauses im Erdgeschoss macht dies hingegen Sinn." Kennzeichen von einbruchhemmenden Fenstern sind unter anderem stabile Pilzkopfzapfen, Fenstergriffe mit Drehhemmung, Anbohrschutz am Fenstergriff und eventuell Verbundsicherheitsglas. Die Polizeiliche Kriminalitätsprävention der Länder und des Bundes empfiehlt im privaten Wohnungsbau Fenster der Widerstandsklasse 2. (dpa/tmn)
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