Ferien-Aktionswoche im Landkreis Amberg-Sulzbach - Gemeinden und Ehrenamtliche gesucht
Viel Überraschendes

Seit ein paar Jahren gibt es in der Stadt Amberg in den Ferien die sogenannten Überraschungswochen. Im vergangenen Jahr feierte die Aktionswoche auch in einer Gemeinde des Landkreises Amberg-Sulzbach Premiere und findet heuer ihre Fortsetzung. Nach der Stadt Schnaittenbach bieten noch in diesem Jahr Ensdorf und Edelsfeld eine Ü-Woche an. Weitere Kommunen können sich beteiligen - und auch Ehrenamtliche werden noch gesucht. Wir haben uns mit der Organisatorin Claudia Mai von der Kommunalen Jugendarbeit Amberg-Sulzbach unterhalten.

Frau Mai, welche Überraschung verbirgt sich hinter den Ü-Wochen?

Claudia Mai: Die Überraschungswochen sind ein Konzept der Kommunalen Jugendarbeit der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach. In den Ferien wird dabei täglich von 8 bis 17 Uhr ein attraktives Programm für Kinder angeboten; dabei versprechen wir Spannung, Spiel, jede Menge Spaß, Bewegung und Erlebnis.

Wir schaffen außerdem ein Angebot, das mit dem beruflichen Alltag der Eltern vereinbar ist, aber auch gleichzeitig ein attraktives Bildungsangebot mit kindorientiertem, altersgerechtem und interessantem Lernen darstellt. Dabei gestalten wir Jugendarbeit so, dass sie ihren Prinzipien treu bleibt, aber auch Elterninteressen berücksichtigt.

Wie sieht konkret ein Tag für die Kinder aus?

Zwischen 8 und 9 Uhr können die Kinder zum gemeinsamen Frühstück eintrudeln. Das ist jeden Tag gleich. Danach bieten wir ein Programm mit verschiedensten Aktionen drinnen und draußen. Thematisch orientieren wir uns immer an der Jahreszeit, basteln, machen Planspiele oder besuchen verschiedene Einrichtungen. Da gibt es selbstverständlich jede Menge Überraschungen, die von Tag zu Tag variieren.

Zwischendrin haben wir selbstverständlich auch immer wieder kleine Stärkungen für die Kinder vorgesehen. Das Mittagessen wird beispielsweise täglich frisch und gesund vor Ort gekocht.

Wer kann denn überhaupt mitmachen?

Claudia Mai: Angesprochen werden Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren. Die Teilnehmerzahl ist allerdings auf maximal 30 Kinder begrenzt.

Wie können Eltern ihre Kinder anmelden?

Claudia Mai: Die schriftliche Anmeldung erfolgt bei der Gemeinde, die sich an den Ü-Wochen beteiligt. Das Anmeldeformular steht dann im Internet auf der Homepage der Gemeinde bereit oder liegt im Rathaus aus.

Was kostet die Teilnahme an der Ü-Woche?

Claudia Mai: Pro Kind zahlen Eltern zwischen 35 und 50 Euro pro Woche. Darin enthalten sind Verpflegung, Eintritte, Materialkosten, usw.

Wie könnt ihr als Kommunale Jugendarbeit so ein Programm stemmen? Das ist ja mit einem enormen Aufwand verbunden.

Claudia Mai: Alleine würden wir das nicht schaffen! Wir sind dabei auf Ehrenamtliche angewiesen, bei denen ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte. Bislang haben wir einen Stamm von rund 10 Ehrenamtlichen, auf die wir zurückgreifen und auch auf keinen Fall verzichten können. Im Gegenteil: Wir sind aktuell auf der Suche nach weiteren freiwilligen Helfern. Interessierte können sich gerne bei mir melden.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Claudia Mai: Die Ehrenamtlichen sollten zwischen 16 und 27 Jahren alt sein, Spaß und Freude am Umgang mit Kindern und nach Möglichkeit auch schon Erfahrung in der Jugendarbeit mitbringen. Und sie sollten selbstverständlich im Team arbeiten können, zuverlässig und verantwortungsbewusst sein.

Weil wir gerade beim Thema Voraussetzungen sind. Welche müssen denn die Gemeinden erfüllen?

Wichtig ist, dass die Kommunen ein geeignetes Gebäude mit Räumen zum Spielen und Toben, zum Essen sowie einer Küche und Sitzmöglichkeiten hat. Ein Außengelände wäre zudem mehr als praktisch.

Welche Gemeinden haben sich denn für Ü-Wochen beworben?

Claudia Mai: Bislang stehen Schnaittenbach, Ensdorf und Edelsfeld als Ausrichter einer Ü-Woche fest. Genauso wie bei den Ehrenamtlichen gilt, interessierte Gemeinden können sich bei mir melden... Als kommunale Jugendpflegerin begrüße ich eine Kooperationsbereitschaft von Kommunen, denn gerade mit Blick auf den demographischen Wandel sind die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seitens der Erwachsenen und der Unterhaltungswert für die Kinder auf der anderen Seite sehr wichtige Standort- und Wohlfühlfaktoren für eine Gemeinde.
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