Ferienjobs: Mindestlohn ab 18 Jahren

Viele Schüler bessern sich in den bevorstehenden Ferien das Taschengeld auf. Das seit 1. Januar 2015 geltende Mindestlohn-Gesetz greift hier erst ab einem Alter von 18 Jahren. Wer also als Schüler mit einem Ferienjob dazu verdient, bekommt vom Mindestlohn - meistens - nichts mit. Nicht wenige Unternehmen - auch kommunale - stellen jedoch nach Informationen unserer Zeitung bewusst "unter 18-Jährige" ein, falls sie von Haus aus weniger als 8,50 Euro in der Stunde den Ferienjobbern zahlen.

Wie es in einer Presseerklärung der DGB-Jugend heißt, verbietet das Jugendarbeitsschutzgesetz Kindern bis zum 14. Lebensjahr die Arbeit. Ausnahmen: Mit Zustimmung der Eltern dürfen Kinder über 13 Jahre bis zu zwei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. Im landwirtschaftlichen Bereich sind drei Stunden täglich erlaubt. Bei Jugendlichen, also 15- bis 17-Jährigen, darf die Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche nicht überschritten werden, auch nicht der Zeitraum zwischen 6 bis 20 Uhr.

Allerdings gibt es Ausnahmen, wenn Schüler 16 Jahre alt sind. Sie dürfen im Gaststättengewerbe bis 22 Uhr und in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr arbeiten. (nt/az)
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