Festnahme noch am Tatort
Reisender Händler entpuppt sich als Betrüger

Symbolbild: dpa
Krummennaab. Ein 37-jähriger Trickbetrüger, der in Krummennaab als reisender Händler auftrat, konnte in der Wohnung des Geschädigten festgenommen werden, wie die Polizei am 08. Oktober bekannt gab.
Der Täter war bereits vor Wochen bei dem 73-jährigen Opfer an der Wohnung aufgetaucht und hatte dem Senior zwei Steppdecken verkauft.
Zwei Wochen später erschien er wieder und offerierte Messer. Auch hier kam es zu einem Kauf. Bei diesen Verkaufsgesprächen versuchte der Mann zu dem 73-jährigen ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und über die Vermögensverhältnisse Erkenntnisse zu erlangen. Nach weiteren telefonischen Kontakten täuschte er dann eine finanzielle Notsituation vor. Nach anfänglicher Ablehnung ließ sich der Rentner aber dazu überreden, einen unteren vierstelligen Eurobetrag auszuhändigen. Nachdem es zu dieser ersten Geldübergabe gekommen war, versuchte der Täter wenige Tage später eine weitere Summe zu erlangen.

Als am Montag, den 06.10.2014 gegen 13.25 Uhr, der Täter wieder in der Wohnung des Geschädigten zu einer weiteren Geldübergabe erschien, hatte der Rentner bereits die Polizei verständigt. Es befanden sich nun zwei Polizeibeamte in der Wohnung und nahmen den 37-jährigen fest. Nach Erlassen eines Haftbefehls wurde der Beschuldigte in eine JVA eingeliefert und sitzt dort derzeit in Untersuchungshaft.

Wie weiterführende Ermittlungen ergaben, trat der Festgenommene bereits in den Sommermonaten 2014 im Gemeindebereich Kemnath in gleicher Weise auf. Auch in diesem Fall wurde ein Senior in betrügerischer Weise um einen unteren fünfstelligen Eurobetrag gebracht. Nachdem es nun im Bereich der Polizeiinspektion Kemnath in wenigen Monaten zweimal zu diesen Betrugsfällen gegenüber Senioren kam, werden weitere Taten im hiesigen Bereich, aber auch in den angrenzenden Landkreisen nicht ausgeschlossen. Wie die beiden aufgeklärten Fälle zeigen, verstand es der Täter sehr gut, die Senioren soweit zu beeinflussen, dass sie bereitwillig höhere Geldbeträge aushändigten. Vorhandene Geschädigte sollten sich auf jeden Fall mit ihrer zuständigen Polizeidienststelle in Verbindung setzen und die Taten zur Anzeige bringen.
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