Feuerwehr Tröbes blickt auf 135-Jahr-Feier zurück - Zusammenhalt im Dorf gestärkt
"Ein unvergessliches Erlebnis"

Bei der Feuerwehr stimmt alles: Die Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Vereinslokal Bodensteiner verlief in bester Harmonie, die Finanzen sind geordnet und für Nachwuchs ist gesorgt. Das Festjahr hat die Wehr und das Dorf noch mehr zusammengeschweißt.

2014 gab es keinen Ernstfall, sagte Kommandant Hans Neuber. Er erinnerte an zwei technische Hilfeleistungen und vier Übungen. Für die Instandhaltung und Verschönerung des Gerätehauses innen und außen erbrachten die Helfer 180 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Für den Anbau waren sogar 290 ehrenamtliche Stunden notwendig. Nur mit diesem Kraftakt wurde die Maßnahme noch rechtzeitig vor dem Fest abgeschlossen.

Neuber berichtete auch über die Jugendfeuerwehr. Bastian Dirscherl, Kerstin Feneis, Lukas Danzl, Josef Eger und Jonas Rom nahmen erfolgreich am Wissenstest zum Thema "Umgang mit Schläuchen, Armaturen und Leinen" in Moosbach teil. Schatzmeisterin Agnes Frischholz informierte über die Finanzen des Vereins. Die 135-Jahr-Feier sorgte für ein gutes Polster. Die Kassenprüfer Hans Reitinger junior und Hildegard Hofmeister bestätigten beste Buchführung.

Vorsitzender Karl Frischholz sprach das erfolgreiche Gründungsfest 2014 an. Besonderer Dank galt den Frauen und Männern des Dorfes. "Es war wirklich eine Schau, was unsere Frauen in der Kuchen- und Kaffeetheke organisiert haben", freute sich Frischholz. Auch die Schatzmeisterin und ihr Helfer Hans Sperl hatten viel Arbeit. Der Vorsitzende dankte auch den 40 Männern, die das Festzelt aufgestellt hatten. Selbst das über 75 Jahre alte Ehrenmitglied Hans Reitinger packte mit an. Das Fest bezeichnete er "ein unvergessliches Erlebnis", das den Zusammenhalt gestärkt habe.

Mit Kommandant Neuber nahm er die Jugendfeuerwehrleute Nicole Balk, Kerstin Hofmeister, Franziska Reitinger in den aktiven Dienst auf. Robert Rappl (Wirtsschleif), Franz und Johannes Eger (beide Ragenwies) und Michael Feneis (Etzgersrieth) sind neue Mitglieder.

Bürgermeister Hermann Ach gratulierte der Wehr zu einem ereignisreichen Jahr. Neben dem Fest kamen auch der Feuerwehrdienst und die Ausbildung nicht zu kurz. "Wenn so etwas Großes gelingt, muss die Chemie im Verein stimmen", freute sich Ach. "Arbeitet weiter so, damit dieser Erfolg erhalten bleibt." Der Bürgermeister dankte auch für den Gerätehausanbau. Auch hier musste der Verein allerhand Kapital und Arbeitsleistungen aufbringen.

Kritisch setzte sich der Rathauschef mit der zwei Jahre dauernden modularen Feuerwehr-Ausbildung auseinander. Sie sei für Ehrenamtliche nicht gut. Josef Schafbauer sprach als Vorsitzender der Kriegerkameradschaft die gute Zusammenarbeit der Vereine an. Er lobte die gute Jugendarbeit der Feuerwehr. Auch Josef Zangl rief zum weiteren Zusammenhalt auf.

Vorsitzender Frischholz sprach im Ausblick auf 2015 das Feuerwehrfest in Rückersrieth an, zu dem die Tröbeser die Patenschaft übernommen haben. Er empfahl, die Jugend und die Feuerwehrfrauen neu einzukleiden, damit die Feuerwehr in Rückersrieth geschlossen auftreten könne. Geplant sei der Kauf einer Motorsäge, die im Gerätehaus untergebracht werden soll. Auch der alte Feuerwehrhänger (Baujahr 1963) müsse bald durch ein neues Gefährt ersetzt werden. Hier sollte aber die Jugend mitreden.
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