"Fisch-Gate"

"Fisch-Gate" Endlich hat aktuelle Verstimmung zwischen Regierung und Opposition einen Namen: "Fisch-Gate". So nennt Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause die aus ihrer Sicht geheuchelte Empörung der CSU über ihren auf Regierungschef Horst Seehofer gemünzten Satz: "Der Fisch stinkt vom Kopf her." Reue jedenfalls zeigt Bause keine, denn schließlich seien das Stocken bei den Reformen zur Energiewende oder in der Bildungspolitik genauso eng mit dem Namen Seehofer verbunden wie die Pannen b
Endlich hat aktuelle Verstimmung zwischen Regierung und Opposition einen Namen: "Fisch-Gate". So nennt Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause die aus ihrer Sicht geheuchelte Empörung der CSU über ihren auf Regierungschef Horst Seehofer gemünzten Satz: "Der Fisch stinkt vom Kopf her." Reue jedenfalls zeigt Bause keine, denn schließlich seien das Stocken bei den Reformen zur Energiewende oder in der Bildungspolitik genauso eng mit dem Namen Seehofer verbunden wie die Pannen bei der Unterbringung von Asylbewerbern. Auch sei ihre Wortwahl nicht unparlamentarisch gewesen, wie Bause mit zahlreichen Verweisen auf andere Parlamente belegt. Die Erregung der CSU kontert sie mit einem weiteren Sprichwort: "Wer den Dampf nicht verträgt, sollte nicht in die Küche gehen." (jum)

Doppel-Verdiener

Ihren lukrativen Nebenjob als Landtagsabgeordnete hängt die gewählte Europaparlamentarierin Ulrike Müller (Freie Wähler) am 30. September an den Nagel. An diesem Tag gibt sie ihr Landtagsmandat zurück, um sich voll auf ihre bereits im Juni angetretene Aufgabe in Brüssel und Straßburg zu konzentrieren. Durch die gut dreimonatige Doppeldiät während der bayerischen Parlamentsferien ist ihr Konto bestimmt nicht schlanker geworden. Den verzögerten Rückzug aus dem Landtag begründete Müller mit dem Abarbeiten zahlreicher Termine als stellvertretende Fraktionschefin sowie der nötigen Büro- und Wohnungsauflösung in München. (jum)

Schmidt-einander

Im Geheimen mag die CSU schon oft gehofft haben, dass so mancher Konservative aus dem Lager der Freien Wähler zu ihr als politischer Flüchtling überläuft. Dass die Abgeordnete Gabi Schmidt dies nicht sein wird, ist nun mehr als klar. In der Asyldebatte lobte Schmidt die Geduld und Leidensfähigkeit der in Bayern angekommenen Flüchtlinge, die trotz zum Teil schlechter Unterbringung auf engstem Raum stets freundlich seien und ein Lächeln auf den Lippen hätten. Das nötige ihr Respekt ab. Sie selbst wäre kaum so duldsam. "Ich weiß nicht einmal, ob ich es vier Tage lang bei Ihnen aushalten würde", erklärte Schmidt an die Reihen der CSU gewandt. (jum)
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