Fischbestände in Nebenfluss des Neckars bedroht
Tödliches Löschwasser

Tote Fische treiben in der Jagst nahe Kirchberg in Baden-Württemberg. Bild: Bruno Fischer/ NaBu Kirchberg/dpa
Löscharbeiten bei einem Mühlenbrand in Baden-Württemberg haben eine Umweltkatastrophe ausgelöst. Über das Löschwasser wurde giftiges Ammonium in den Fluss Jagst gespült, der in den Neckar mündet. Fischvereine holten schon tausende tote Tiere aus dem Wasser. Das Landratsamt Schwäbisch Hall bemüht sich laut einer Sprecherin darum, die Giftkonzentration zu verringern. "Das ist das Aus für die Lebewesen in der Jagst", sagte sie am Dienstag. Es fließe kontaminiertes Wasser flussabwärts, sagte die Sprecherin. In rund einer Woche könnte es die Neckarmündung erreichen. Aus Sicht von Achim Thoma vom Angelsportverein Jagst Langenburg hat die Behörde viel zu spät reagiert. "Es werden viele Jahre nötig sein, um das Ökosystem wieder aufzubauen", sagt er.

Bei dem Großbrand in der Nacht zum Sonntag in Kirchberg an der Jagst war auch ein Gebäude betroffen, in dem größere Mengen Düngemittel lagerten. Darin ist Ammonium enthalten. Trotz Vorsichtsmaßnahmen der Feuerwehr gelangte verunreinigtes Löschwasser in die Jagst.
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