Fitnessstudio unter freiem Himmel

Kleben statt Heben: Die Abstimmung für das Aussehen des neuen Vitalparks erfolgte im Marktrat mit bunten Klebeplättchen anstatt einer Abstimmung durch Handzeichen. Bild: fjo

Per Handzeichen setzen die Markträte üblicherweise ihre Abstimmung. Das Verfahren mittels bunter Klebepunkte ist neu, aber wohl auch einmalig.

Waidhaus. (fjo) Vor einer enormen Vielfalt an Möglichkeiten in Gestaltung und Aussehen fanden sich die Ratsherren. Die Anlage eines richtig großstädtisch anmutenden Erlebnis-, Vital- und Spielparks im Areal der Freizeitanlage Bäckeröd forderte das Gremium mit allen Sinnen.

Jung und Alt sollen sich hier bald noch wohler fühlen. Klettern, Balancieren, Fitness, Sport, Spaß und Spiel: Nichts muss außen vor bleiben. Als besonderen Clou möchte die Kommune ein Fitnessstudio unter freiem Himmel einrichten, das ein richtiges Trainieren an Geräten erlaubt.

Kosten: 150 000 Euro

"Geschäftsleiter Josef Forster hatte sich seit Monaten viel Arbeit gemacht", bestätigte Bürgermeisterin Margit Kirzinger. Aktuell nahm er das Geländeniveau der vorgesehenen Flächen auf und präsentierte es dem Marktrat. Aus richtig vielen Katalogen fasste er zusammen: "Da gibt es alles, was das Herz begehrt, in verschiedensten Materialien und Themen." Als Kostenrahmen nannte Forster 150 000 Euro.

Für eine Auswahl gab der Geschäftsleiter den Ratsherren lediglich noch mit auf den Weg: Bewegen, Spiel, Spaß, Training und eben auch Relaxen sollen dabei sein - für alle Generationen. Am Rande erwähnte er die Einrichtung ähnlicher Parks in sieben Kommunen im Landkreis Neustadt. Eslarn und Moosbach seien aber die einzigen in der Umgebung, "Hoffentlich unterscheiden wir uns thematisch und inhaltlich zum Vorteil der Region, um mehrere unterschiedliche Erlebnisangebote zu schaffen."

Ebene Wege

Daran knüpfte er ganz eng als Begründung eine wesentliche Steigerung der Attraktivität. "Wir haben eine einmalige Chance, Vielfalt in nächster Umgebung zu schaffen." Die von ihm vorgeschlagene Fläche für die Neuerungen beginnt beim Haus Bäckeröd, setzt sich zwischen Bolz- und Campingplatz fort und reicht bis ans westliche Ende des Areals. Die Markträte wollen insbesondere Wert auf größtmögliche Sicherheit legen. Schließlich geht es auch um die Haftung. Ebene Wege auf dem gesamten Parkgelände sollen zudem eine Selbstverständlichkeit werden, um Benutzern mit Rollator und Kinderwagen das Erreichen problemlos zu ermöglichen.

Boccia und Cricket standen zum Abschluss der Diskussion bei der Abstimmung mittels farblicher Punkte nach Altersklassen unterschieden hoch im Kurs, ebenso Fußball-Golf.
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