Fitte Bullen und hornlose Rinder

Vielfältig waren die Themen beim Treffen der Milchviehhalter und Rinderzüchter des östlichen Landkreises im Gasthaus "Zirlwirt". Im Rückblick ging es vor allem um die 110-Jahr-Feier des Rinderzuchtverbands Oberpfalz am 31. Mai in Schwandorf.

In der Veranstaltung waren 70 Milchkühe zu sehen. Unter anderem zeigten die Züchter Martin Deubzer aus Burkhardsreuth und Martin Bäumler aus Obertresenfeld dem Fachpublikum ihre Jungkühe "Lana" und "Ytoria".

Das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchviehhaltung Almesbach präsentierte die Hornloskuh "Ravide". Anton Ott aus Grub stellte eine fein herausgeputzte Wal-Tochter namens "Nale" vor. Außerdem führte Hans Mois aus Denkenreuth seine "Lola", die bereits drei Kälber hat, der Öffentlichkeit vor.

Hohe Qualität

Die Tiere stellte Rinderzuchtberater Rudolf Traxinger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schwandorf den Teilnehmern im "Zirlwirt" vor. Eindrucksvolle Bilder demonstrierten die hohe Qualität der Zuchtarbeit im Landkreis Neustadt. Weiterer Höhepunkt der Festveranstaltung war der Bambini-Cup in Schwandorf.

Außerdem informierte der Fachberater über den gewogenen Einsatz der Besamungsbullen zur Verbesserung der Zuchtarbeit. Stellvertretend für die guten Auswahlmöglichkeiten im Angebot der Besamungsstation nannte er den Bullen "Himeros". Ein dunkelroter Stier, gezüchtet vom Betrieb Hubert Meiler in Störnstein, zeige eine überdurchschnittliche Vererbung in Sachen Fitness. "Die von ihm abstammenden Kühe lassen eine hohe Lebensdauer mit solider Milchleistung erwarten."

Eine weiterhin ansteigende Bedeutung hat die Hornloszucht bei der Rinderhaltung. Traxinger stellte einige Bullen aus dem mittlerweile guten Fundus der Besamungsstation Neustadt/Aisch vor. Annähernd zehn Prozent der weiblichen Tiere werden diesbezüglich besamt und es werden immer mehr.

Das Wirtschaftsjahr des Rinderzuchtverbands Oberpfalz verlief sehr erfolgreich. Darüber berichtete der neue Mitarbeiter Clemens Spiegl aus Frühlingshöhe. In der Exportvermarktung zeigte sich eine gute Nachfrage aus den Ländern Türkei und Usbekistan. Aber auch hier verursachen politische Unwetterlagen (Russland und Algerien) Störungen im Absatz von angedeckten Kalbinnen.

Neue Höchstmarke

Die Zahl der vermarkteten Tiere sei weiter gestiegen. Vor allem der Absatz von männlichen und weiblichen Nutzkälbern erreichte eine neue Höchstmarke von 17 000 Tieren. Leider konnte aber der gute Gesamtumsatz von 2013 nicht erzielt werden. Der allgemeine Preisrückgang bei allen Tiergattungen verminderte das finanzielle Rahmenergebnis um 3 Prozent auf 12,5 Millionen Euro.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.