Flexible Beiträge für Kassen: Klare Unterschiede

Unter den gesetzlichen Krankenkassen in Bayern gibt es seit dem Jahreswechsel wieder spürbare Preisunterschiede. Den geringsten Beitragssatz verlangt die BKK Faber-Castell. Sie nimmt 14,95 Prozent vom Bruttolohn. Das geht aus der offiziellen Liste hervor, die der GKV-Spitzenverband veröffentlicht hat. Die mit Abstand größte Krankenkasse, die AOK, geht mit einem Beitragssatz von 15,5 Prozent ins neue Jahr. Sie bleibt damit bei dem Betrag, den die Bundesregierung bis zum Jahreswechsel als Einheitsbeitrag festgelegt hatte. Auch bundesweit geöffnete Kassen wie die Barmer GEK und die DAK halten an diesem Beitrag fest.

Die gesetzlichen Krankenkassen können seit Jahresbeginn wieder über einen Teil der Beiträge selbst bestimmen. Dazu wurde der allgemeine Beitragssatz um 0,9 Punkte auf 14,6 Prozent gesenkt. Darüber hinaus ist es den Kassen möglich, einen Zusatzbeitrag zu erheben. Zum neuen Jahr haben so gut wie alle gesetzlich Versicherten das Recht, kurzfristig die Kasse zu wechseln.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) haben davor gewarnt, der bisherigen Kasse übereilt den Rücken zu kehren. Die Versicherten sollten "nicht nur auf die Preise, sondern auch auf die Leistungen und den Service" schauen, sagte Huml.
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