Flocken fallen und fallen

Eineinhalb Meter hoch liegt der Schnee rund um dieses Haus in der Stadt Hamburg, südlich von Buffalo im US-Bundesstaat New York. Ein dramatischer Wintereinbruch lässt das Leben in weiten Teilen der Vereinigten Staaten förmlich einfrieren. Bild: dpa

Der erste Schnee und schon ein Rekord: Die US-Stadt Buffalo hat beim frühen Wintereinbruch Unmengen Schnee abbekommen. Meteorologen erwarten weitere Massen.

Für die Menschen im US-Bundesstaat New York ist noch kein Ende des Wintereinbruchs abzusehen. Die Stadt Buffalo und ihre Umgebung waren in der Nacht zum Donnerstag wieder in eine dichte weiße Wand gehüllt. Bis zum Abend wurden bis zu 80 Zentimeter Neuschnee erwartet. Damit könnten sich die Schneemassen stellenweise weit über zwei Meter auftürmen, warnten die Meteorologen vom Weather Channel. So viel fällt sonst über das ganze Jahr verteilt.

Nach Angaben des Nachrichtensenders NBC steckten am Donnerstag noch Hunderte Fahrzeuge auf den Straßen fest in Schnee und Eis. Rettungsmannschaften versuchten, die gestrandeten Fahrer mit Proviant und Decken zu versorgen. Passagiere eines Überlandbusses konnten erst nach 34 Stunden aus der Kälte befreit werden, wie NBC berichtete. Inzwischen seien 140 Kilometer der - einer Autobahn vergleichbaren - Straße Interstate 90 unbefahrbar und für den Verkehr gesperrt.

Historisches Ereignis

Der Gouverneur des Bundesstaats, Andrew Cuomo, sprach bei einem Besuch von einem "historischen Ereignis". Mindestens acht Menschen kamen bislang ums Leben, drei davon erlitten beim Schneeräumen Herzinfarkte. Cuomo appellierte an die Vernunft der Bürger. "Wenn wir euch sagen: ,Bleibt zu Hause', dann bleibt auch wirklich daheim", sagte er. Auch Pennsylvania, Ohio, Michigan und Wisconsin versanken in Weiß. In der Hälfte aller Bundesstaaten lag Schnee. Der Nationale Wetterdienst sprach von "beeindruckenden Schneefällen". Am Mittwoch herrschten an Orten in allen 50 Bundesstaaten Temperaturen unter Null. Sogar auf Hawaii sank die Temperatur auf dem Gipfel des Vulkans Mauna Kea unter den Gefrierpunkt, berichtete "USA Today". Die Kälte macht vor allem Tieren und Menschen im Süden der USA zu schaffen. In Texas mussten Tierschützer laut der Zeitung 140 Schildkröten vor dem Erfrieren retten. Erlösung für die vom Schnee Eingeschlossenen könnte am Samstag kommen, wenn die Temperaturen voraussichtlich über Null Grad Celsius steigen. Allerdings könnten dem Schneechaos weitere Behinderungen folgen, wenn die weiße Pracht sich in Fluten von Schmelzwasser verwandelt.
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