Florin Ketterer ist punktbester Verteidiger
"Unser Team hat Potenzial"

Florin Ketterer hat allen Grund, sich über seinen Einstand in Weiden zu freuen: Der Neuzugang gehört zu den Leistungsträgern im Team der Blue Devils und ist nach 15 Spielen der punktbeste Verteidiger. Bild: Gebert
Weiden. (gb) Florin Ketterer hat sich nach seinem Wechsel von Bad Tölz zu den Blue Devils sofort als Leistungsträger etabliert. Der 22-jährige Junioren-Nationalspieler ist zudem der punktbeste Verteidiger der Weidener.

3 Tore und 10 Vorlagen nach 15 Spielen: Mit dieser Bilanz ist Abwehrspieler Florin Ketterer fast der Topscorer der Blue Devils. Die Stürmer Lubomir Vaskovic und Ales Jirik (beide 14) haben jeweils nur einen Punkt mehr auf dem Konto. Nach dem Derby-Doppelpack in Regensburg (1:7) und gegen Bayreuth (4:2) stand der Junioren-Nationalspieler Rede und Antwort.

Herr Ketterer, Sie sind der punktbeste Verteidiger der Blue Devils. Für Sie läuft es hervorragend in Weiden, für das Team nicht. Woran liegt das?

Florin Ketterer: Es ist natürlich schön, an vielen Toren beteiligt zu sein, aber im Vordergrund steht der Erfolg für das ganze Team. Uns fehlt momentan das nötige Quäntchen Glück beziehungsweise die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, um zu Beginn mal in Führung zu gehen. Es bleiben zu viele Chancen ungenutzt. Dadurch geben wir dem Gegner die Möglichkeit, sich schneller und einfacher einen Vorsprung zu erarbeiten. Dann wird es natürlich schwer, sich wieder zurückzukämpfen.

Am Freitag in Regensburg begannen Sie als Stürmer, wechselten ab dem zweiten Drittel wieder in die Abwehr. Ihre Zukunft liegt schon in der Verteidigung, oder?

Ketterer: Ich sehe mich klar als Verteidiger, weil ich hier auch meine Stärken besser in unser Spiel einbringen kann. Aber bei verletzungsbedingten Ausfällen springe ich auch als Stürmer ein, wenn ich dem Team so helfen kann.

Das Oberpfalzderby war wieder einmal ernüchternd: Lange gut mitgehalten, am Ende klar mit 1:7 verloren. Wie ist der Einbruch im zweiten Drittel zu erklären?

Ketterer: Im zweiten Drittel waren wir generell einen Schritt zu langsam. Da hat uns der nötige Biss und Mut in den Zweikämpfen gefehlt, der über weite Strecken im ersten Drittel vorhanden war. Das nutzt ein so starker Gegner wie Regensburg dann natürlich eiskalt aus.

Am Sonntag gegen Bayreuth habt ihr es deutlich besser gemacht und einen lange ersehnten Derbysieg eingefahren. Was ist anders gelaufen als am Freitag? Wie war das Spiel für Sie persönlich? Mit dem Treffer zum 3:2 hatten Sie ja maßgeblichen Anteil am Sieg.

Ketterer: Nach dem Spiel am Freitag haben wir am Sonntag mit viel Wut im Bauch gespielt. Man hat von Beginn an gesehen, dass jeder gewinnen will. Wir waren ab der ersten Minute hellwach und aggressiv in den Zweikämpfen. Sicher hat uns auch ein Stück weit geholfen, dass die Bayreuther uns unterschätzt haben. Dieser Sieg war für das ganze Team extrem wichtig. Ich hoffe, wir können das in die nächsten Spiele mitnehmen. Auch für mich persönlich war es nach der langen torlosen Phase ein schönes Erfolgserlebnis. Ich hätte nichts dagegen, wenn es für mich und das Team so weitergehen würde.

Was ist für die Blue Devils in dieser Saison noch drin?

Ketterer: Alles. Ich bin immer noch der Meinung, dass unser Team mehr Potenzial hat als es derzeit die Tabelle zeigt. Wenn wir dieses Potenzial abrufen können, bin ich mir sicher, dass wir auch in der Tabelle einige Plätze gutmachen. Ich bin optimistisch, dass wir uns zurückkämpfen können, wenn wir in den nächsten Wochen hart weiterarbeiten.

Sie haben 2013 an der U20-Weltmeisterschaft teilgenommen. Wie sind für Sie momentan die internationalen Perspektiven?

Ketterer: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich konzentriere mich derzeit darauf, eine gute Saison zu spielen und hoffe, verletzungsfrei zu bleiben. Für jeden Sportler ist es natürlich etwas besonderes, für das Nationalteam aufzulaufen. Dafür ist aber harte Arbeit und auch etwas Glück erforderlich.
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