Flüchtlinge in der Schule

Das alte Schulhaus in Mähring soll neue Bewohner bekommen. Der Besitzer will dort eine Unterkunft für Flüchtlinge schaffen.

Für Diskussionen bei der Gemeinderatssitzung sorgte der Bauantrag von Ingo Reinhart aus Rauhenebrach, der die Nutzungsänderung des Schulhauses in Mähring als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge beantragte. Er hatte vor Jahren das alte Schulhaus gekauft, damit seine Obstpflücker während der Saison eine Unterkunft haben, was dann allerdings an verschiedenen Auflagen scheiterte.

Da Reinhart in der Zwischenzeit das ehemalige Grenzabfertigungsgebäude erworben hat, will er das alte Schulhaus der Regierung als Flüchtlingsunterkunft anbieten. Bürgermeister Josef Schmidkonz hatte in einer vergangenen Sitzung festgestellt, dass in der Marktgemeinde keine geeigneten eigenen Gebäude vorhanden sind. Außerdem gibt es weder einen Arzt, der täglich vor Ort ist, noch Einkaufsmöglichkeiten (nur in Mähring), um Lebensmittel zu bekommen. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag von Ingo Reinhart zu und leitet ihn an das Bauamt des Landratsamtes weiter. Bekannt ist, dass auch ein Privat-Eigentümer in Griesbach dem Landratsamt die ehemalige Pension zur Unterbringung von Flüchtlingen angeboten hat.

Schulpflicht besteht

Unter "Verschiedenes" fragte Marktgemeinderat Harald Püttner, ob schulpflichtige Kinder von Flüchtlingen die Schule und kleinere Kinder das gemeindliche Kinderhaus besuchen müssen. Bürgermeister Schmidkonz teilte dazu mit, dass eine Schulpflicht von Flüchtlingskindern besteht. Kindergartenkinder können, wenn in der Einrichtung Platz ist, aufgenommen werden. Bürgermeister Josef Schmidkonz gab bei der Sitzung nichtöffentliche Beschlüsse bekannt. Zum neuen Feldgeschworenen im Bereich Dippersreuth wurde Hubert Wölfl bestellt. Der Fahrradweg Tirschenreuth-Mähring wurde in das Wegebauprojekt des Amtes für Ländliche Entwicklung ab 2015 aufgenommen.

Mit Schnuffelhasen

Die Familienbeauftragte der Gemeinde, Elvira Gmeiner, teilte mit, dass die Willkommenspakete für die Neugeborenen umgestaltet werden sollen. Es sollen künftig auch Kirschkernkissen mit eingepackt werden. Ihr Wunsch war, dass der Markt Mähring einen Zuschuss leistet. Hierzu wurde vom Gremium kein Beschluss gefasst. In diesem Zusammenhang wurde den Marktgemeinderäten von Elvira Gmeiner das neue Begrüßungsgeschenk des Marktes vorgestellt, das neben gestrickten Söckchen und Mützchen auch einen "Schnuffelhasen" für die kleinen Erdenbürger enthält.
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