Flüchtlingshilfe gut angelegt

Die Konsumlust der Verbraucher lässt den deutschen Konjunkturmotor nach Ansicht der führenden Ökonomen weiter brummen. Deutschland bleibe wirtschaftlich stark und könne auch die Flüchtlingskrise ohne neue Schulden stemmen, sagen die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten voraus. Trotz der schwächelnden Weltkonjunktur werde Europas größte Volkswirtschaft 2015 und 2016 um jeweils 1,8 Prozent zulegen.

Die elf Milliarden Euro, die der Staat zur Bewältigung der Flüchtlingskrise aufbringen müsse, seien gut angelegtes Geld. "Das wirkt ähnlich wie ein Konjunkturprogramm", meinte DIW-Experte Ferdinand Fichtner. Die Flüchtlinge würden den Großteil an Asylleistungen oder später Hartz IV in den Konsum stecken. Das könnte für die Wirtschaftsleistung einen positiven Effekt von einem Viertelprozentpunkt haben. Allerdings müssten die Migranten schnell Arbeit und Lehrstellen bekommen.(Seite 20)
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.