Flugzeug der AirAsia ins Meer gestürzt - Trümmer und Leichen geborgen
Traurige Gewissheit

Verzweiflung und Trauer bei den Angehörigen am Juanda-Airport in Surabaya, Indonesien. Bild: dpa
Das seit Sonntag vermisste AirAsia-Flugzeug ist mit 162 Menschen an Bord vor Borneo ins Meer gestürzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass alle Insassen ums Leben gekommen sind. Die Luftwaffe fand am Dienstag ein großes Trümmerfeld sowie Leichen, nur zehn Kilometer von der Stelle entfernt, wo der Radarkontakt mit dem Airbus A320 abgebrochen war. Der Leiter der Rettungskräfte und die Fluggesellschaft bestätigten am Abend, dass die gefundenen Teile zu der Maschine gehörten. Flug QZ 8501 war am Sonntagmorgen zwischen Surabaya in Indonesien und Singapur vom Radar verschwunden.

Die Luftwaffe hatte am Dienstagmittag die ersten Wrackteile im Meer vor der Südküste Borneos entdeckt, darunter mögliche Teile einer Flugzeugtür. Kurz darauf wurden Leichen gesichtet. Spezialisten seilten sich von Hubschraubern ab, um die Toten zu bergen. Viele Angehörige der Insassen, die am Abflughafen im indonesischen Surabaya seit Sonntag ausgeharrt hatten, hatten bis zuletzt auf ein Wunder gehofft.

Suche nach Blackboxes

Das Trümmerfeld liegt etwa 185 Kilometer südwestlich von Pangkalan Bun. Schiffe waren in der Region unterwegs, um die Trümmerteile an Bord zu nehmen. Die Bergungskräfte suchten gleichzeitig nach den Blackboxes der Maschine, die Aufschluss über die letzten Minuten an Bord geben können.

Der Pilot des Airbus A320 hatte eine Gewitterfront gemeldet und um Kursänderung gebeten, aber keinen Notruf abgesetzt, bevor der Radarkontakt abbrach. Gewitter sind in dieser Jahreszeit üblich in der Region, sie sind normalerweise keine Gefahr für Flugzeuge. Mindestens sechs weitere Maschinen waren in unmittelbarer Nähe und flogen ohne Probleme zu ihren Zielen.
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