Flugzeugpanne bremst deutsche Hilfe für Kurden
Lieferung mit Hürden

Die Waffenhilfe für die Kurden im Irak blieb vorerst am Boden. Das Transportflugzeug der niederländischen Luftwaffe, das Panzerfäuste, Gewehre und Munition nach Bagdad bringen sollte, hatte einen Defekt. Bild: dpa
Ein Defekt an der Transportmaschine hat die erste deutsche Waffenlieferung an die Kurden im umkämpften Nordirak verzögert. Die Bundeswehr wollte am Mittwochmittag von Leipzig aus Waffen und Munition nach Bagdad schicken. Das vorgesehene Flugzeug der niederländischen Luftwaffe habe jedoch einen Defekt, teilte die Bundeswehr mit. Auch eine Gruppe deutscher Militär-Ausbilder auf dem Weg in den Irak sitzt weiterhin fest.

Für die Reparatur der Maschine musste ein Ersatzteil eingeflogen werden. Das Flugzeug wurde am Flughafen repariert. Ein neuer Termin für den Abflug wurde zunächst nicht genannt. Frühestens könne die Maschine in der Nacht zum Donnerstag starten, hieß es.

Die 50 Panzerfäuste mit Munition, 520 G3-Gewehre und 20 Maschinengewehre sind für die Peschmerga bestimmt. Berlin unterstützt damit deren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Insgesamt sollen 10 000 kurdische Kämpfer mit Waffen für 70 Millionen Euro ausgerüstet werden. Die Bundeswehr will insgesamt 600 Tonnen Material in den Irak schicken.

Unterdessen räumte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Probleme beim Lufttransport der Bundeswehr ein. Das deutsche Militär nannte sie aber dennoch "hochleistungsfähig".
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