Forschung und Austausch sollen Fragen rund um die Jagd klären helfen
Bayerns Jäger gründen Akademie

Symbolbild: dpa
Wunsiedel. (dpa) Bayerns Jäger holen sich wissenschaftliche Unterstützung ins Boot. An einer eigens gegründeten Akademie soll über Fragen geforscht werden, die für die Jagd interessant und wichtig sind - etwa, warum es derzeit extrem viele Wildschweine gibt.

Wissenschaftler und Forschungsinstitute aus aller Welt gehörten zum Netzwerk, sagte Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV). Am Dienstag (10. März) startet der Verband das Projekt offiziell in der Landesjagdschule Wunsiedel.

Man erhoffe sich praxisgerechte und fachlich fundierte Forschungsergebnisse, sagte Vocke der Deutschen Presse-Agentur. Mit einem eigenen Forschungsnetzwerk könne der Verband bei aktuellen Fragen schneller reagieren. Ziel sei es, verfügbares Wissen aus verschiedenen Ländern zu bündeln. «Wir müssen das Rad nicht neu erfinden.»

Forschungsfelder der Akademie sind demnach vor allem Themen in der aktuellen Diskussion - etwa die Frage, welche technischen Hilfsmittel Jäger benötigen, ob Notzeitfütterung sinnvoll ist und wie Wildtiere mit der zunehmenden Besiedelung der Landschaft umgehen. Aber auch andere Projekte seien denkbar, etwa zur Fleischhygiene oder zur Bedeutung der Jagd als Thema in Literatur und Musik, ergänzte Lorenz Meinel, Professor am Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie an der Uni Würzburg und Vorsitzender des Gründungsvorstandes der Akademie.

Finanziert wird die Akademie durch die Jagdabgabe, aus Mitteln der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) und weiteren öffentlichen Fördertöpfen.
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