Fortsetzung im NSU-Prozess - Antrag von Ralf Wohlleben gescheitert
Befangenheitsantrag abgelehnt

Im Münchener Prozess um die NSU-Mordserie ist erneut ein Befangenheitsantrag gegen die Richter des Oberlandesgerichts (OLG) gescheitert. Ein anderes Richtergremium wies den Antrag zurück, wie am Dienstag vor Beginn der Verhandlung zu erfahren war. Das Verfahren kann damit planmäßig weitergehen. Den Antrag hatte der mutmaßliche Terrorhelfer Ralf Wohlleben gestellt, denn wenn die Hauptangeklagte Beate Zschäpe nicht mehr "ordnungsgemäß verteidigt" werde, betreffe das auch ihn. Wohlleben bezog sich dabei auf den seit Monaten andauernden Streit unter Zschäpes Anwälten. In einer der ersten Amtshandlungen nach diesem Beschluss verkündete der Vorsitzende Richter Manfred Götzl, dass er und sein Senat eine Abberufung der drei ursprünglichen Zschäpe-Verteidiger Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm abgelehnt hätten. Bei diesem Streit geht es um die angekündigte Aussage Zschäpes nach zweieinhalb Jahren Schweigen. Heer, Stahl und Sturm halten eine Aussage für falsch.
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