Frankreich: Denkzettel für Hollande

Mit einem Rechtsruck bei den Wahlen haben sich Frankreichs Rechte unter Ex-Präsident Nicolas Sarkozy die Vorherrschaft in den Départements gesichert. Die Sozialisten des unbeliebten Präsidenten François Hollande mussten gleichzeitig erneut eine bittere Niederlage hinnehmen. Dagegen feierte die rechtsextreme Front National schon kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend ihre jüngsten Erfolge in der Fläche. Nach einer Prognose des Instituts CSA für den Sender BFMTV wechseln bis zu 30 der gut 100 Départements von den Linken zu den Konservativen. Die schlechte wirtschaftliche Situation mit hoher Arbeitslosigkeit, großer Schuldenlast und wenig Wachstum wird den regierenden Sozialisten angelastet.

Premierminister Manuel Valls räumte einen Erfolg der Rechten ein. "Ich habe die Nachricht verstanden", sagte Valls, der den Wahlkampf der Sozialisten bestimmt hatte. Die zersplitterte Linke habe einen Rückschlag erlitten, sagte er in Paris. Die Regierung werde ihre Arbeit und die Reformen für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes fortsetzen und den Einsatz für mehr Arbeitsplätze verdoppeln. UMP-Chef Sarkozy sprach von einem Sieg der Rechten, mit dem die Politik von Präsident Hollande klar zurückgewiesen worden sei. Der Wechsel sei auf dem Weg, "nichts wird ihn aufhalten", sagte der 60-Jährige. (Kommentar und Seite 8)
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.